Karten lesen – (k)eine Kunst ?!– Laurentianer üben sich als Geographen

Am 14. September 2021 erlebten die Schülerinnen und Schüler der 7c am Gymnasium Laurentianum einen besonderen Einblick in das geographische Arbeiten mit Karten. Ein Team von Studentinnen und Studenten des Instituts für Didaktik der Geographie der Universität Münster unter der Leitung von Tobias Ulmrich führte dabei die Klasse in vier Stunden durch ein selbst entwickeltes Stationenlernen mit dem Titeln „Karten lesen – (k)eine Kunst?!“, das den Schülerinnen und Schülern anhand von vier Stationen den Umgang mit komplexen geographischen Karten näher bringen sollte. Im Zentrum des Interesses stand dabei die Frage, warum sich Menschen im Umfeld eines aktiven Vulkans ansiedeln. Zur Beantwortung dieser Frage wandten sich die Jugendlichen dem Ätna auf Sizilien zu. Anhand einer (land-)wirtschaftlichen Karte, die als Leitmedium diente, lernten die SuS zunächst die Farb-, Punkt- und Symbolsignaturen mithilfe der Legende zu entschlüsseln, um so einen Eindruck von den topographischen Gegebenheiten vor Ort zu bekommen. Eine fiktive Reise mit verschiedenen Etappen zum Vulkankrater ermöglichte im nächsten Schritt den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die physische Beschaffenheit des Untersuchungsraumes zu erlangen. Die dritte Station machte die Klasse näher mit der Landwirtschaft und dem dem Leben am Vulkan vertraut und zeigte vor allem die Standortvorteile des fruchtbaren Vulkanbodens für die Kulturpflanzen auf. Im letzten Arbeitsschritt ging es um eine Beurteilung der zuvor gewonnen Erkenntnisse sowie den Vor- und Nachteilen verschiedener kartographischer Darstellungen.

V. l.: Amelie S., Vincent B., Moritz Z., Lasse T. aus der 7c bei der Kartenarbeit

Am Ende der Arbeitsphase erfolgte eine Auswertung in der Großgruppe mit den Studentinnen und Studenten. Hierbei standen nicht nur die gelernten Fachinhalte im Vordergrund, sondern auch eine Rückmeldung über die Organisation und Umsetzung des Projekts sowie die verschiedenen Materialien und Lernformen. So schlüpften die Schülerinnen und Schüler nicht nur in die Rolle der Lernenden, sondern gaben ein kritisches Feedback zum Projekt – schließlich geht es den Lehramtsstudentinnen und -studenten auch darum, zu erfahren, wie ihr Projekt bei den Schülerinnen und Schülern ankommt und an welchen Stellen Überarbeitungen nötig sind.

Auf Seiten der Jugendlichen herrschte jedoch weitestgehend Einigkeit: „Das war ein super Projekt und hat richtig Spaß gemacht!“

Gruppenfoto der Klasse 7C mit den Masterstudierenden der WWU Münster