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Seit 2009 lernen und leben Schülerinnen und Schüler am Laurentianum im gebundenen Ganztag.
Das Bild zeigt einen exemplarischen Stundenplan einer Klasse 5 am Laurentianum, wie er ab dem Schuljahr 2027-28 gelten wird.
Neben obligatorischem Fachunterricht bieten wir Lernzeiten anstelle von traditionellen Hausaufgaben sowie zahlreiche Angebote im sportlichen, musischen, kreativen und sozialen Bereich und eine verlässliche Betreuung bis in den Nachmittag.
Als Eltern sind Sie – oftmals aus beruflichen Gründen – auf verlässliche Betreuung angewiesen und entscheiden sich deshalb bewusst für die gebundene Ganztagsschule. Dies kann an jedem Tag der Woche anders sein.
Am Laurentianum können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Kinder an jedem Tag so lange in der Schule sind, wie es der Stundenplan ausweist:
Montag, Dienstag und Donnerstag bis 14.40 Uhr,
Mittwoch und Freitag bis 13.00 Uhr.
Danach können Sie und Ihr Kind individuell entscheiden, wie es weitergeht.
Von Montag bis Donnerstag besteht die Möglichkeit eines der vielfältigen Angebote wahrzunehmen, um den Stundenplan zu individualisieren: ein- oder zweistündige Förderangebote, Arbeitsgemeinschaften oder LAU-Clubs.
So ist eine verlässliche, kostenfreie Betreuung bis 15.30 Uhr wählbar.
Konferenzen und Ähnliches werden, soweit möglich, am Mittwochnachmittag terminiert. Sollte Ihr Kind sich für eine Arbeitsgemeinschaft oder einen LAU-Club am Mittwochnachmittag entscheiden, wird dieser auch an Konferenztagen durchgeführt.
Wir vertreten ausfallende Stunden in den Jahrgangsstufen 5 – 10 idealerweise fachlich, ansonsten pädagogisch sinnvoll.
Die Erledigung von Schulaufgaben innerhalb der Lernzeiten entlastet die Familien von Konflikten. Die gemeinsame Zeit und die familiäre Kommunikation kann so an Qualität gewinnen.
Lernzeiten und Wochenplan
Lernzeiten und Wochenplan
Die Ganztagsform unseres Schulalltags ermöglicht individuelle Förderung in besonderem Maße. Hausaufgaben im herkömmlichen Sinne gibt es keine, Übung und Vertiefung des Gelernten finden sowohl im Unterricht als auch in den Lernzeiten statt. Diese werden von Fachlehrern betreut und sind pädagogisch sinnvoll in den Stundenplan integriert.
Nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungsphase in der Jahrgangsstufe 5 – in der Regel unter Anleitung des jeweiligen Fachlehrers – bearbeiten die Schülerinnen und Schüler ihre Wochenplanaufgaben zunehmend eigenständig und selbstbestimmt. Auf diese Weise erweitern sie ihre Selbstständigkeit und Planungskompetenz, trainieren das Durchhaltevermögen und gewinnen Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
In den Jahrgangstufen 5 und 6 arbeiten die Schülerinnen und Schüler je drei Mal an Projektaufgaben, die je ein Hauptfach und ein Nebenfach umfassen.
Jahrgangsstufe 5: Englisch + Kunst, Deutsch + MINT, Mathematik + Erdkunde
Jahrgangsstufe 6: Deutsch + Geschichte, Mathematik + Biologie, Englisch + Politik
In der restlichen Zeit werden Aufgaben durch die Kernfächer gestellt. Die Kinder erhalten dazu einen Wochenplan, den sie innerhalb der drei Lernzeiten bearbeiten.
Unterstützend dazu wird in der Klassenleiterstunde das „Lernen lernen“ thematisiert.
Mit dem Einsetzen der 2. Fremdsprache in der Jahrgangsstufe 7 erhöht sich die Anzahl der Lernzeiten auf vier, wobei zurzeit in Jahrgangstufe 10 – als Vorbereitung auf das Arbeiten in der Oberstufe – eine Doppel-Lernzeit zu Hause erledigt werden darf.

Kontinuierliches Vokabellernen, das Lesen von Lektüren und vertiefendes Lernen für Klassenarbeiten geschieht weiterhin zu Hause.
Lernzeitenregeln
Die Leitlinien des Gymnasium Laurentianum sehen vor, dass das eigenständige Lernen während der Lernzeiten in ruhiger und störungsfreier Atmosphäre erfolgt. Innerhalb der Lernzeiten gibt das sogenannte „Zwei-Phasen-Modell“ den organisatorischen Rahmen vor.
Zunächst tragen die Lernenden ihre benötigten Materialien zusammen und klären vorweg Fragen. Nun beginnt die 20-minütige Phase stillen Lernens in Einzelarbeit. Sie fordert die Schülerinnen und Schüler heraus, sich mit den gestellten Aufgaben selbsttätig zu beschäftigen und dabei auch die Situation auszuhalten, dass sich Aufgabenverständnis und Lösungsweg nicht sofort erschließen. Damit wird die Kompetenz zur Selbsthilfe trainiert, z. B. durch Nachschlagen im Schulbuch, Nutzen eigener Aufzeichnungen oder des Regelhefts.
Nun folgt eine maximal 5-minütige Zeitspanne, in der neues Material organisiert und/oder Unterstützung bei Mitschülern oder Lehrkraft erbeten wird.
Anschließend arbeiten die Lernenden bis zum Ende der Schulstunde ruhig und konzentriert weiter. Lerntechnische Einzelberatung durch die Lehrkraft ist leise möglich. Diese entscheidet gegebenenfalls auch über Partner- oder Gruppenarbeit außerhalb des Klassenraums.
Alle Absprachen und Regularien zu den Lernzeiten haben wir übersichtlich im Lernzeiten-ABC zusammengefasst.
Rolle der Eltern
Die Kinder benötigen besonders beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium die Würdigung ihrer Leistungen und die begleitende Unterstützung bei der Lernorganisation, der Zeitplanung und der Einschätzung des eigenen Lernfortschritts.
Am Wochenende wird der Wochenplan samt bearbeiteter Materialien von den Kindern mit nach Hause genommen, um den Eltern einen Einblick in die aktuellen Lerninhalte zu geben.
Die Schülerinnen und Schülern nutzen die im Wochenplan integrierte Rückmeldemöglichkeit bezogen auf die Faktoren „Zeit“ und „Gelingen“ und ermöglichen den Eltern und uns einen Blick, ob das Lernen im vorgegebenen Rahmen als gelungen empfunden wird.
Eltern zeichnen die Kenntnisnahme der Lernzeitaufgaben anschließend auf dem Wochenplan ab. Eine inhaltliche Überarbeitung der vorgelegten Lernprodukte wird nicht erwartet.
Rhythmisierung des Schulalltags
Die größeren Zeitfenster der gebundenen Ganztagsschule erleichtern die Rhythmisierung der Woche.
Diese beinhaltet eine ausgewogene Verteilung des Unterrichts auf den Vor- und Nachmittag, längere (Bewegungs-)Pausen und eine sinnvolle Abwechslung der Fächerfolge, die biologische und physiologische Aspekte des Lernens stärker berücksichtigen.
Lange Tage werden durch eine fast einstündige Mittagspause unterbrochen, die pädagogische Verteilung der musische Fächer sowie des Fachs Sport im Stundenplan sorgt für einen Wechsel von An- und Entspannung.
Die Mittagspause
Am Vormittag benötigt jedes Kind zunächst ein gesundes 2. Frühstück. An drei Tagen in der Woche haben die Kinder (ab dem Schuljahr 2027-28) bis 14:40 Uhr Schule, dann ist eine (warme) Mittagsmahlzeit unabdingbar, um sich für die nachmittäglichen Herausforderungen zu stärken.
Die Klassen der Erprobungsstufe gehen an diesen Tagen in der 5. Stunde geschlossen und von Lehrern begleitet in die Mensa „Bistro 32“, die ein gesundes, leckeres und vielfältiges Speisenangebot vorhält.
Gemeinsam und in Ruhe wird mitgebrachte oder bestellte Verpflegung verzehrt. Frisches Trinkwasser, mit oder ohne Kohlensäure, zapft das Kind kostenlos am Wasserspender sowohl im Bistro 32 als auch im Pädagogischen Zentrum der Schule. Im Sekretariat können hierfür druckstabile Flaschen in zwei Größen erworben werden.
Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 entscheiden eigenverantwortlich, ob sie in der 7. Stunde ins „Bistro 32“ gehen, sich selbst verpflegen oder eventuell das Angebot unserer „Cafeteria 24“ nutzen.
Nach dem Essen haben alle Kinder und Jugendlichen je nach Tagesform und Alter nun die Möglichkeit, die verbleibende Zeit individuell zu gestalten, sei es bei Gesellschaftsspielen, an Tischtennisplatten oder Kickertischen oder – um Zeit zum Reden zu haben – im Ganztagsraum oder im Pädagogischen Zentrum (PZ).
Wer es eher ruhig mag, sucht Entspannung bei einem guten Buch oder dem Blättern in einer der zahlreichen Zeitschriften in der gemütlichen Leseecke im Lernzentrum.
Aktivere bewegen sich auf dem Schulhof oder den Sportplätzen. Spiel- und Sportgeräte können in der 1. großen Pause und in der Mittagspause im Ganztagsraum bei Frau Boscher oder einem/einer Bundesfreiwilligendienstler/in ausgeliehen werden. Auch in diesem Bereich kooperieren wir mit dem Verein MINDFUL gemeinnütziger Verein für Jugendhilfe.
Vorbestellen des Mittagessens
Täglich gibt es die Auswahl zwischen drei Menüs sowie der Salatbar. Ein Menü ist stets vegetarisch. Der Speiseplan kann am Computer eingesehen werden.Mit dem Zugangscode kann die Bestellung von jedem Computer erfolgen. Die Verpflegung kann noch bis 9.00 Uhr desselben Tages am Terminal in der Schule oder zu Hause umbestellt oder im Krankheitsfall abbestellt werden, ohne das Kosten entstehen. Wenn möglichst viele das Essen 1 – 2 Wochen im Voraus bestellen, erleichtert dies den Verantwortlichen des Bistros die Planung.
Jedes Gericht wird von der Stadt Warendorf bezuschusst. Es kostet damit 4,80 Euro für Schülerinnen und Schüler und 5,30 € für Lehrkräfte. Zur Essensausgabe ist ein Chip (KeyFob) notwendig, das Formular zur Beantragung ist auf der Anmeldeseite zu finden.
Arbeitsgemeinschaften und LAU Clubs
Arbeitsgemeinschaften und LAU Clubs bieten den Lernenden die Möglichkeit, jahrgangsübergreifend, interessensgeleitet und bewertungsfrei mit anderen gemeinsam etwas zu unternehmen oder zu gestalten. Egal, ob ein Projekt entsteht oder sportlich gefightet wird, der Spaß ist immer garantiert. Erfahrene externe AG-Leiterinnen und -leiter oder Mitglieder des Kollegiums betreuen die Angebote.
Arbeitsgemeinschaften wie Theater, Big Band und Chor finden im Schuljahr 2027-28 voraussichtlich am Mittwoch Nachmittag statt. Einstündige Arbeitsgemeinschaften sind für die 9. Stunden am Montag, Dienstag oder Donnerstag wählbar. Arbeitsgemeinschaften laufen über ein bis zwei Halbjahre.
Die zu Beginn des Schuljahres 2021-22 eingeführten „LAU-Clubs“ als kleine freiwillige, fächerübergreifende Angebote ermöglichen Schülerinnen und Schülern ihren Interessen über einen kürzeren Zeitraum nachzugehen und etwas Neues auszuprobieren.
Die Schülerinnen und Schüler wählen einen LAU-Club für 4 – 6 Wochen, das Halbjahr wird dabei in sinnvolle Abschnitte unterteilt. Die Anmeldung erfolgt blockweise für den überschaubaren Zeitraum, danach wird neu gewählt.
Sollte eine Arbeitsgemeinschaft oder ein Lau Club an einem Mittwoch liegen, können die Kinder in der 7. Stunde im Bistro32 eine Mahlzeit einnehmen.
Folgende LAU-Clubs werden oder wurden bereits angeboten:
Kleine und Große Spiele, Wertvolles Fast Food selber machen, Glücks-Club, Bogenschießen, Paralympics – Sport mal etwas anders, Art Attack Club, Wasserraketen bauen, Nisthöhlen bauen, Sternenhimmel – Sternzeichen – Sternbilder, Japanisch für Anfänger/ Fortgeschrittene, Bogenschießen, Spiele drinnen und draußen, Origami, Löten, Modern Dance, Handarbeiten, 3D-Druck, Weihnachtsbäckerei u.v.m.
Dies ist Dank der Unterstützung von Eltern möglich gewesen. Herzlichen Dank hierfür.
Jede/jeder, die/der eine gute Idee für ein eigenes AG-Angebot oder einen LAU Club hat, nehme gerne Kontakt mit der Schule auf.
Kooperation mit der Schule für Musik
Wege der Zusammenarbeit
Das Laurentianum und die Schule für Musik im Kreis Warendorf gehen seit September 2017 Wege der Zusammenarbeit. Am Donnerstag, in der 8. und 9. Stunde parallel zu den AGs, erteilen Instrumentallehrer*innen der Schule für Musik dort angemeldeten Kindern in unserem LAU-Schulgebäude Instrumentalunterricht (22,5 Minuten Modell). Grundsätzlich braucht es also vier Schüler*innen mit einem gleichen Instrument, um einen Musikschullehrer für diese zwei Schulstunden (90 Minuten) zur Schule einladen zu können. Eine Anmeldung muss im Mai erfolgen, wenn der Unterricht zu Beginn des 5. Schuljahres starten können soll. Außerdem ist es möglich, sich bis zum 30.11. eines Jahres bei der Schule für Musik für den Start im Februar des darauffolgenden Jahres zu melden.
Ein Instrument während der Schulzeit lernen
Es hat sich als echter Vorteil erwiesen, ein Instrument während der Schulzeit zu erlernen. Anfahrtswege und Elterndienste wurden vermindert. Weitere Informationen zu den einzelnen Instrumenten bieten die unten verlinkten Flyer. Dort sind auch weitere Informationen und ein Anmeldeformular zu finden. Sie können gerne Fragen zu diesem Thema stellen. Das Interesse kann auch per Mail an m.hothneier(at)lau365.de, bekundet werden.
Zusammenspiel Instrumentalunterricht und Big Band AG
Das Angebot ist in den letzten Jahren sehr gut angekommen. Schülerinnen und Schüler hatten über Jahre hinweg sehr günstige Unterrichtszeiten. Das ist uns auch wichtig; ebenso ist uns aber auch wichtig, dass unsere Big Band AG davon profitiert. Deshalb fragen wir älter gewordene Schüler*innen da und dort, ob sie nicht einen Termin außerhalb der Schulzeiten bei ihren lieb gewonnenen Lehrer*innen organisieren, damit auch für jüngere Kinder attraktive Zeiten frei bleiben und greifen als Schule maßvoll in den Plan ein. Dieses Verfahren ist mit der Schule für Musik abgestimmt. Diese würde auch bei einem eventuellen Wechsel der Lehrkraft helfen, der ja nach einigen Jahren sinnvoll sein könnte.