LAU – Weltreise | Großbritannien

Die größte Insel Europas liegt im Atlantik. Vor 5000 Jahren war die gesamte Insel von dichten Laubwäldern bedeckt, die jedoch abgeholzt wurden da man Ackerbau- und Weideflächen benötigte. Überall findet man Reste der sehr alten Kulturlandschaft mit alten Gräbern, Burg- und Klosterruinen, aber auch gepflegte Landhäuser und Schlösser.

Wenn man von Großbritannien spricht ist eigentlich „Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland“ gemeint. Dies ist der offizielle Name.

4 Landesteile

Heute teilt sich die Insel in vier Landesteile auf: England, Schottland, Wales und Nordirland – zusammen als das Vereinigte Königreich (United Kingdom) bezeichnet. England, Schottland und Wales bildet zusammen Großbritannien. Vor vielen Jahrtausenden haben die Inselbewohner ihre Körper bunt bemalt. Als die Römer dies bei der Eroberung der Insel sahen, nannten sie die dort lebenden Menschen brith, was mit buntfarbig oder gefleckt übersetzt werden kann. Daraus entstand später der Landesname Britannien und im Rahmen der Kolonialisierung Großbritannien.

Hoch über der gleichnamigen kleinen Hafenstadt steht die gut erhaltene Ruine der Whitby Abbey. Sie ist 15 km entfernt von dem Dorf Goathland, dessen Bahnhof bei Harry Potter als Station des Zaubererdorfs Hogsmeade zu sehen war.

Einen weltbekannten Zeugen der Vergangenheit stellt das größte Steindenkmal Europas, das etwa 1600 vor Christus entstandene Stonehenge, dar. Man nimmt an, dass es sich um eine Einrichtung zur Ermittlung von Sommer- und Wintersonnenwende, von Sonnen- und Mondfinsternissen handelte, so dass es den damaligen Menschen möglich war einen Kalender zu führen und die Ernte zu sichern.

Eindrücke von Großbritannien

Der Eurotunnel

England zu erobern war für die Römer gar nicht so leicht und letztlich sind sie bei dem Versuch auch gescheitert. Dies lag vor allem an dem natürlichen Schutz gegen Eroberungen: die Insellage machte eine Verteidigung einfacher, da der Angreifer nur per Schiff auf die Insel gelangen konnte. Trotz der Erfindung des Flugzeugs bestätigte sich auch im zweiten Weltkrieg die Rolle Britanniens als uneinnehmbar. Aus diesem Grund waren die Bewohner der Insel lange skeptisch gegenüber dem Eurotunnelprojekt, das seit 1994 dafür sorgt, dass man unter der Erde per Zug dorthin gelangen kann.

Die amerikanische Sicht der Ärmelkanaltunnel-Angst – Ausschnitt aus dem amerikanischen Satiremagazin „Puck“: „Der Löwe kann vor dem Hahnenschrei nur die Flucht ergreifen.“ Einer der schärften Gegner des Kanaltunnels, General Wolseley (1833–1913), reitet auf dem flüchtenden Löwen. Ca. 1885. Gezeichnet von F. Graetz (ca. 1840–1913).

Die Karte zeigt die Verbindung von Calais in Frankreich mit der Hauptstadt London durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal, die seit 1994 existiert.

Fakten in Kurzform

Größe

242910 Quadratkilometer

Einwohner

66 Millionen

Sprache

Englisch

Hauptstadt

London

Längster Fluss

Severn (354 km)

Höchster Berg

Ben Navis (1343 m)

Währung

Pfund Sterling (Englisches Pfund)

Scones selber backen

Scones werden auf den britischen Inseln oft zur Tea-Time gereicht. Das Wort Scone stammt vom niederländischen schoonbrood (= sauberes Brot). Zu den weichen und krustenlosen Gebäckstückchen isst man gerne Butter, Marmelade oder Honig, zum Tea jedoch meistens Clotted cream.

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Viele Dinge sind anders

Nicht nur aufgrund der Insellage sind in Großbritannien viele Dinge anders als auf dem Kontinent: man fährt dort z.B. auf der linken Seite (also genau entgegengesetzt zum Festland), man bezahlt in Pfund (und nicht in Euro), Schüler müssen Schuluniformen tragen, Männer tragen Röcke (zumindest manchmal in Schottland), Popcorn wird salzig und Toastbrot am liebsten kalt gegessen.

Mann mit Schottrock

Traditionelles englisches Frühstück

Die englische Küche

Neben diesen seltsam anmutenden Geschmacksrichtungen ist die heutige Küche, geprägt durch die vielen Einwanderer aus Afrika, Asien und der Karibik, sehr vielfältig. Mit Jamie Oliver ist ein gebürtiger Brite einer der bekanntesten Köche der Welt.

Die traditionelle englische Küche ist dabei vergleichsweise einfach. Traditionell beginnt der Tag mit einem englischen Frühstück (Schinken oder Speck, Würstchen, gegrillte oder frittierte Tomaten, Champignons, Eier und Toast).

Mittags folgt der Lunch und abends das Dinner. Die Lieblingshauptmahlzeit ist bis heute „Fish and Chips“ (also panierter Fisch und Kartoffelscheiben mit Essig).

Besonders ist in Großbritannien die Tradition der Tea-Time (Teestunde). Am Nachmittag gegen 16 Uhr stoppt das Leben für einen kurzen Tee mit Keksen oder Kuchen.

Seit 1973 war das Vereinte Königreich Mitglied in der Europäischen Gemeinschaft. Niemand hatte damit gerechnet, dass sich die Mehrheit der Briten bei einem Volksentscheid 2016 für einen Austritt aus der EU aussprechen würde. Aber es kam anders und Ende Januar 2020 folgte der Brexit, also der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Gemeinschaft. Bei der Länderbeschreibung Irland findest du noch mehr Informationen zum Brexit.

Heute ist das Vereinigte Königreich eine konstitutionelle Monarchie, in der eine gewählte Regierung die Entscheidungen demokratisch fällt. Allerdings hat die Königin bei allen Gesetzen ein Mitspracherecht: erst wenn sie ihre Zustimmung gibt, gilt das im Parlament verabschiedete Gesetz. Die Königin und ihre Familie sind für die Menschen im Königreich etwas ganz Besonderes und stehen bei den Medien des Landes stets unter besonderer Beobachtung. Die Menschen hoffen, bangen und leiden mit ihrer königlichen Familie mit. Für Touristen ist der Buckingham Palace, der Palast im Zentrum von London, eine der größten Attraktionen. Gleiches gilt für den Tower, den Ort, an dem die Kronjuwelen aufbewahrt werde. Seit 900 Jahren werden dort übrigen 8 Raben gehalten, da eine Legende besagt, dass das Königreich ohne den Schutz durch diese Raben unweigerlich untergehen würde.