Pädagogik

Im Pädagogikunterricht wird über zentrale Fragen des Lebens nachgedacht und gemeinsam in der Gruppe überlegt, wie Begegnungen zu gestalten sind und welche Veränderungsmöglichkeiten es gibt. Dabei werden Kenntnisse aus den Bereichen Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie vermittelt. Das Fach setzt sich mit erzieherischen Feldern auseinander, in denen jede/jeder bereits viele Erfahrungen gesammelt hat und noch sammeln wird: Familie, Schule, Jugendgruppe ….. . Der Unterricht hilft besser mit anderen Menschen umzugehen und andere Menschen (und sich selbst) besser zu verstehen!

Der Pädagogikunterricht bereitet auf ein breites erzieherischen Berufsfeld vor, also auf alle Berufe, in denen mit Menschen gearbeitet wird. Es wird theoretisch und praktisch gearbeitet.

Auszüge aus dem Lehrplan

Das Fach Pädagogik (Erziehungswissenschaft) leistet einen spezifischen Beitrag zur politischen und vertieften Allgemeinbildung, indem in dem Fach Erziehungswirklichkeit beschrieben und analysiert wird und zur Beurteilung von Erziehungsgeschehen und zu verantwortlichem Handeln hingeführt wird:

  • Diskussion gesellschaftlicher Leitvorstellungen vom mündigen Bürger
  • Reflektion der Probleme der Konsensbildung innerhalb pluraler Gesellschaften
  • Aufzeigen von Wegen einer Erziehung, die Mündigkeit ermöglicht

Individualisierung und Globalisierung sind gesellschaftliche Entwicklungen, die Schülerinnen und Schüler veranlassen, die Bedingungen persönlicher Entfaltung in sozialer, d.h. auch interkultureller Verantwortung zu reflektieren und im Unterricht Hilfen zum Gewinnen eines eigenen Standortes zu erfahren.

Der Lehrplan Erziehungswissenschaft geht vom unauflösbaren Zusammenhang von Theorie und Praxis aus. Deshalb hat Erziehungswissenschaft als allgemein bildendes Fach sowohl wissenschaftsbezogene als auch handlungsbezogene, d.h. handlungspropädeutische Aufgaben wahrzunehmen.

Wissenschaftspropädeutik ist Grundprinzip des Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe. Dabei geht es im Unterricht im Fach Erziehungswissenschaft um eine wissenschaftsgeleitete Auseinandersetzung mit den Gegenständen des Faches, um die Untersuchung und Aufdeckung des Zusammenhangs zwischen Wissenschaft und Erziehungspraxis und um die Frage, inwieweit Wissenschaft diese Praxis initiieren und legitimieren kann. Die ethische Dimension als Frage nach der Verantwortung im Umgang mit Wissenschaft ist dabei unverzichtbarer Bestandteil des Unterrichts.

Hilfen zur persönlichen Entfaltung

Hilfen zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit ist zweites Grundprinzip des erziehungswissenschaftlichen Unterrichts. Die Schülerinnen und Schülern lernen im Unterricht pädagogische Handlungsfelder, Handlungsbedingungen und Möglichkeiten pädagogischen Handelns kennen und entwickeln ein Bewusstsein für die Konsequenzen pädagogischen Handelns.

Auf diese Weise ist es möglich, Bereitschaft zu verantwortlichem pädagogischen Handeln vorzubereiten und die Schülerinnen und Schüler zur Urteils- und Entscheidungsfähigkeit hinzuführen. So kann sich ein pädagogisches Engagement entwickeln.

Unterrichtsvorhaben Einführungsphase

1. Unterrichtsvorhaben

Was ist eigentlich Erziehung? Erziehung und Bildung als pädagogische Grundbegriffe in ihren Bezügen zu Sozialisation und Enkulturation

2. Unterrichtsvorhaben

Warum braucht der Mensch Erziehung? Erziehungsbedürftigkeit und Erziehbarkeit des Menschen

3. Unterrichtsvorhaben

Erziehung als Hilfe zur Mündigkeit – Erziehungsziele und Erziehungsstile

4. Unterrichtsvorhaben

Lernen und Erziehung – Die pädagogische Relevanz von Lerntheorien

Qualifikationsphase 1, Grundkurs

1. Unterrichtsvorhaben

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ – Die Pädagogik Maria Montessoris als reformpädagogisches Konzept

2. Unterrichtsvorhaben

Eine pädagogische Sicht auf das Modell der psychosozialen Entwicklung von Erikson auf der Basis psychoanalytischer Grundlagen nach Freud

3. Unterrichtsvorhaben

„Jedes Kind ein Einstein?“ – Fördern, fordern, überfordern mit Blick auf das Modell kognitiver Entwicklung nach Piaget

4. Unterrichtsvorhaben

Sozialisation als Rollenlernen – Eine pädagogische Sicht auf interaktionistische Sozialisationsmodelle (hier: LK: Mead)

5. Unterrichtsvorhaben

Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter als produktive Realitätsverarbeitung nach Hurrelmann

Qualifikationsphase 2, Grundkurs

(Fortlaufende Nummerierung der Unterrichtsvorhaben aus der Q1)

6. Unterrichtsvorhaben

Unzureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem Verhalten nach Heitmeyer

7. Unterrichtsvorhaben

Erziehung im Nationalsozialismus am Beispiel der Jugendorganisationen HJ und BdM

8. Unterrichtsvorhaben

Moralische Entwicklung am Beispiel des Just-Community-Konzeptes im Anschluss an Kohlberg

9. Unterrichtsvorhaben

Die Funktionen von Schule in der BRD – Vorstellungen von Schule und Bildung nach Fend und Klafki

10. Unterrichtsvorhaben

„Alles gleich gültig?“ – Interkulturalität als Herausforderung

11. Unterrichtsvorhaben

Lehrer, Pädagogen, Sozialpädagogen, Geragogen, Heil-, Medien-, Museums-, Freizeitpädagogen…- Einblicke in pädagogische Berufe

(Bearbeitung im Verlauf der Q1 und Q2 im Zusammenhang anderer Themen, an Stellen, an denen sich die Beschäftigung mit bestimmten Berufsbildern anbietet; ggf. weitere durch Schülerreferate)

Qualifikationsphase Leistungskurs

1. Unterrichtsvorhaben

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ – Die Pädagogik Maria Montessoris als reformpädagogisches Konzept

2. Unterrichtsvorhaben

Eine pädagogische Sicht auf das Modell der psychosozialen Entwicklung von Erikson auf der Basis psychoanalytischer Grundlagen nach Freud

3. Unterrichtsvorhaben

„Jedes Kind ein Einstein?“ – Fördern, fordern, überfordern mit Blick auf das Modell kognitiver Entwicklung nach Piaget

4. Unterrichtsvorhaben

Sozialisation als Rollenlernen – Eine pädagogische Sicht auf interaktionistische Sozialisationsmodelle und die Bedeutung des Spiels im Kindes- und Jugendalter (hier: LK: Mead)

5. Unterrichtsvorhaben

Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter als produktive Realitätsverarbeitung nach Hurrelmann und Chancen und Risiken der Nutzung sozialer Medien für die Identitätsentwicklung

6. Unterrichtsvorhaben

Unzureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem Verhalten nach Heitmeyer

7. Unterrichtsvorhaben

Erziehung im Nationalsozialismus am Beispiel der Jugendorganisationen HJ und BDM

8. Unterrichtsvorhaben

Moralische Entwicklung am Beispiel des Just-Community-Konzeptes im Anschluss an Kohlberg

9. Unterrichtsvorhaben

Die Funktionen von Schule in der BRD – Vorstellungen von Schule und Bildung nach Fend und Klafki

10. Unterrichtsvorhaben

„Alles gleich gültig?“ – Interkulturalität als Herausforderung

11. Unterrichtsvorhaben

Lehrer, Pädagogen, Sozialpädagogen, Geragogen, Heil-, Medien-, Museums-, Freizeitpädagogen…- Einblicke in pädagogische Berufe

(Bearbeitung im Verlauf der Q1 und Q2 im Zusammenhang anderer Themen, an Stellen, an denen sich die Beschäftigung mit bestimmten Berufsbildern anbietet; ggf. weitere durch Schülerreferate)

Kurz und knapp

  • Der Unterricht im Fach Pädagogik trägt zum besseren Selbst- und Fremdverständnis bei und somit zum bewussteren Umgang mit sich selbst und den anderen (Empathiekompetenz). Er bietet Begriffe und Modelle an, um das Verhalten von Individuen und Gruppen zu verstehen.
  • Der Unterricht in Pädagogik thematisiert grundlegende Lern- und Entwicklungsprozesse. Er unterstützt Einsichten zum Verständnis fremder Denk- und Lebenswelten und fördert die Auseinandersetzungsbereitschaft, sich mit den unterschiedlichsten Erscheinungsformen menschlichen Verhaltens auseinander zu setzen.
  • Der Unterricht in Pädagogik fördert das Bewusstsein für die eigene Lernbiografie und Erziehungsgeschichte. Er setzt sich mit wichtigen Erziehungstheorien auseinander und leitet zu einem kritischen Vergleich mit Alltagstheorien an.
  • Der Unterricht in Pädagogik thematisiert die methodischen Vorgehensweisen der Erziehungswissenschaft und vermittelt zugleich wesentliche methodische Kompetenzen, wie sie sich folgerichtig aus den Unterrichtsthemen ergeben (z.B. das Lernen lernen; Anleitung zu systematischem, vernetztem und kreativem Denken).
  • Der Unterricht in Pädagogik fördert die Entwicklung junger Menschen zu dialogfähigen und wertebewussten Menschen, die bereit sind, ihre Einstellung und ihr Handeln zu reflektieren und Verantwortung für sich und die Umwelt zu übernehmen.
  • Der Pädagogikunterricht vermittelt Kompetenzen im Bereich der kritischen und selbstkritischen Reflexion der gesellschaftlichen Deutungsangebote und Handlungsanforderungen und zeigt Möglichkeiten der Entfaltung eines Lebenskonzeptes und der Bildung einer humanen Gesellschaft auf.
  • In diesem Fach findet in besonderer Weise eine Verbindung zwischen Selbst-, Sozial- und Fach-kompetenz statt. Pädagogikunterricht fördert die Humankompetenz – Der Mensch als soziales und begegnungsfähiges Wesen trägt für sich selbst und seine Lebensumwelt Verantwortung!

Erlebnispädagogik

Dieser Bereich wird noch überarbeitet.