„Das Lau zu Gast bei Freunden“: Besuch der Partnerschule in Olesnica hinterlässt tiefe Eindrücke!
Nach unserem einwöchigen Besuch an unserer Partnerschule in Olesnica ziehen wir – aus aktuellem Anlass in Anlehnung an das Fußball-WM-Motto von 2006 – das Fazit: Das Lau war „zu Gast bei Freunden“. Der Austausch war geprägt von viel Herzlichkeit und unfassbarer Gast-freundschaft.
Am 06. Juni 2026 machten sich die Jugendlichen aus dem 9. und 10. Jahrgang sowie zwei Lehrkräfte des Laurentianum mit dem Bus auf den Weg nach Polen. Dort wartete ein sehr beeindruckendes und abwechslungsreiches Programm auf sie, welches von den beiden Lehrerinnen Ewa Lubonska und Kasia Niesobska perfekt vorbereitet worden war.
Schon der Empfang am Busbahnhof war herzlich, als die Schülerinnen und Schüler auf ihre Austauschpartner trafen, die sie erst im Oktober beim Besuch der polnischen Gruppe in Warendorf kennengelernt hatten.
Am selben Tag erkundeten die Schülerinnen und Schüler bei einem Stadtspiel den historischen Kern der Stadt in Niederschlesien. Die ersten Eindrücke mussten dabei nicht nur künstlerisch in Zeichnungen festgehalten, sondern auch medienwirksam i.S. eines TikTok-Videos aufbereitet werden. Die Gruppen zeigten dabei Kreativität und einen wirklich wortreichen Austausch (in englischer Sprache). Nach diesem offiziellen Programm bewiesen die Schülerinnen und Schüler noch genug Ausdauer, um den Abend beim Bowling ausklingen zu lassen.
Am Montag stand der Besuch der Schule auf dem Programm. Zunächst bewunderten wir dort die neuen Fotodokumentationen der Schulpartnerschaft, die das Lyceum anlässlich seines 80. Bestehens erstellt hatte. Anschließend wurden wir im Rathaus vom Bürgermeister Adam Horbacz sowie dem Vertreter des Stadtrates Aleksander Chrzanowski begrüßt. Alle Seiten betonten die Bedeutung des Austauschs als Teil gelebter Städtepartnerschaft.
Am Nachmittag ging es dann mit dem Zug nach Breslau, wo uns die Deutschlehrerin Aldona durch die Stadt führte. In Kleingruppen nahmen die Schüler:innen weitere eigene Erkundungen vor.
Von Dienstag bis Donnerstag machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg zu einem sehr ereignisreichen und beeindruckenden Ausflug nach Danzig. Dabei standen verschiedene Besuche an. Im Europäischen Zentrum für Solidarnosc erhielten wir einen tiefen Einblick in die polnische, die deutsch-polnische und die europäische Geschichte. Die Führung durch dieses moderne Museum zeigte Eindrücke von dem Aufstand der Danziger Werftarbeiter, der schließlich mit dazu beitrug, dass die Ost-West-Teilung überwunden wurde.
Beim Besuch der Halbinsel Westerplatte, dem Ort, an dem der Zweite Weltkrieg 1939 mit dem Überfall durch Deutschland begann, erfuhren wir von der Verteidigung der polnischen Soldaten, die dort erbitterten Widerstand leisteten. Das markante Denkmal erinnert an diese Verteidiger sowie an die ersten Kriegsopfer.
Anschließend besuchten wir den Küstenkurort Sopot. Auf der dort weit in die Ostsee ragenden Mole genossen wir die Sonne und ließen uns unseren Kopf von so vielen tiefen Eindrücken durchpusten.
Unser letzter Ausflug rund um Danzig führte uns nach Malbork (früher: Marienburg), eine beeindruckende Backsteinburganlage aus dem 13. Jahrhundert. Spannend waren dabei insbesondere die Einblicke in die Alltagsgeschichte, Speisen, die früher auf der Menükarte standen und die Heizungsanlage in der Burg.
Am letzten Tag trafen wir uns zu einer Physikstunde. Die Aufgabe bestand darin, in internationalen Teams Türme zu bauen, die den Belastungsproben des Physiklehrers standhalten mussten. Anschließend nahmen wir noch an der Schul-Gala teil, bei der die Leistungen und das Engagement von Schülerinnen und Schülern im Schuljahr geehrt wurde. Zudem stellten Schülerinnen und Schüler ihr künstlerisches Können im Rahmen einer Talentshow vor. Besonderen Applaus erhielt Dagmara aus unserer Austauschgruppe mit ihrer Gesangsperformance von „Strawberry fields forever“ der Beatles.
Am Abend hieß es dann schon Abschied nehmen, der wirklich herzlich und tränenreich war!
Wir haben so viel gesehen, haben unglaublich viele Erfahrungen gemacht, tiefe Eindrücke erhalten und herzliche Momente erlebt, für die wir wirklich dankbar sind.
Wir freuen uns auf weitere Austausche mit echten Freunden und Freundinnen!
Deutsch-Polnisches Jugendwerk


































