Unsere Philosophie

                      Unsere Philosophie

Für uns Sozialwissenschaftler steht das Individuum in einem doppelten Verhältnis zu seiner Gesellschaft: Jeder ist sowohl Produkt als auch aktiver Gestalter seiner gesellschaftlichen Gegebenheiten. Daher ist es unser Anliegen, die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Gestaltern unserer Gesellschaft zu erziehen, die sich auch in emotional belastenden Situationen des Alltags für die Wahrung unserer Grundwerte  (Menschenwürde, demokratische Partizipation, soziale Empathie und Solidarität) einsetzen.

Unsere Grundwerte erschließen sich für unsere Schülerinnen und Schüler aber nicht allein durch eine bloß fachlich-inhaltliche Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen, vielmehr muss der schulische Unterricht (hier insbesondere der sozialwissenschaftliche Unterricht) diese überindividuellen Ideale glaubhaft erfahrbar machen.

„Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“ Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft (KrV B75, A51)

Daher erheben wir den Anspruch, Werteorientierung durch die Integration kooperativer Lernformen, Diskurse über moralische und soziale Handlungsperspektiven sowie demokratische Unterrichtsstrukturen spürbar zumachen.

Der inhaltliche Rahmen ergibt sich aus Problemstellungen, die -im Sinne Klafkis- für unsere Gesellschaft in der Gegenwart und in absehbarer Zukunft epochal bedeutsam sind (vgl. Lehrplan [1999]Sozialwissenschaft):  

  •  beschleunigter und globalisierter Wandel
  •  zunehmende Arbeitsteilung, Spezialisierung und Ausdifferenzierung von Subsystemen
  •  zunehmende Konzentrations-, Zentralisations-, Technisierungs- und Ökonomisierungsprozesse
  •  steigende Partizipations-, Legitimations- und Kommunikationsansprüche
  •  zunehmendes Bewusstsein ökologischer Lebensbedingungen und weltweiter Verflechtung
  •  dynamisierte Arbeits- und Medienmärkte und verstärkte Individualisierungsschübe
  •  Verwissenschaftlichungs- und (Re-)Spiritualisierungsprozesse.