Schülerbeiträge

Schülerinnen und Schüler berichten aus dem Philosophiekurs:

Mit folgenden Fragen haben wir uns im Halbjahr 13/II beschäftigt. Im Rahmen dieser Unterrichtsreihe
haben wir uns sowohl mit klassischen (Kant, Schweitzer) als auch mit modernen (Birnbacher Gesang)
Autoren beschäftigt. Die Texte wurden entweder in Gruppen bearbeitet oder als Referat vorgetragen
und anschließend diskutiert. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen und Euch einige unserer Ergebnisse zu den Themenbereichen Gentechnik und Bioethik. 

  • Was ist natürlich, was ist unnatürlich?
  • Dürfen wir Tiere töten?
  • Ist Gentechnik erlaubt?
  • Inwiefern darf der Mensch sich selbst verändern?
  • Welche Auswirkungen hätte Unsterblichkeit auf unser Leben und die Gesellschaft?
  • Wann sind wir tot und wann leben wir noch?

Erster Versuch des Philosophiekurses, den Begriff „Natur“ zu definieren
Ergebnisse vom 11.01.2010
 

NATUR
Urkraft
(jede Materie/ jede Energie)?
Alles, was ohne eigenes Zutun (auf den Menschen bezogen) existiert
Das Unveränderte, das Echte
Erhaltung einer Ordnung
Existiert eine Ordnung?
Erhält die Ordnung sich selbst?
Nicht alles ist Natur, aber alles ist an die Natur gebunden
Natur außerhalb des Menschen – der Mensch und was er schafft

Wir, der Philosophiekurs der 13 im Schuljahr 2009/2010, stehen der „Grünen Gentechnik“, also der Gentechnik bei Pflanzen, eher positiv gegenüber. Dennoch finden wir es wichtig, dass der Gesetzgeber einen eindeutigen Rahmen vorgibt, was erforscht werden darf und was letztendlich auch wie weit genutzt werden darf. Wir haben dazu folgendes Schaubild entwickelt.

Moral gegenüber Tieren

Wir haben eine moralische Verantwortung gegenüber Tieren, da diese ein natürliches Recht auf Leben haben, das nicht an Zwecke der Menschen gebunden ist. Am moralischsten wäre es wohl, kein Tier zu töten oder zu verletzen. Doch dies ist in der Realität sicherlich kaum umsetzbar.
Daher sollten einige Dinge beachtet werden: Ein Tier darf nicht zum Spaß oder aus anderen niederen Beweggründen gequält und / oder getötet werden. Sieht man ein leidendes Tier, so ist man in der Pflicht, diesem zu helfen, sofern man sich dadurch nicht selbst in Gefahr begibt. Zu diesem Zweck darf ein Tier auch getötet werden, wenn dies die letzte Möglichkeit ist. Der Tod muss jedoch schnell eintreten und für das Tier möglichst schmerz- und stressfrei sein.
Daneben darf ein Tier getötet werden, wenn es für einen Menschen lebensbedrohlich wird. Auch hierbei muss der Tod möglichst schnell eintreten und unnötiges Leiden des Tieres verhindert werden.
Zuletzt darf man ein Tier töten um dieses als Nahrungsquelle zu nutzen, da dies durch die Biologie ganz natürlich für den menschlichen Speiseplan ist. Dabei gilt aber, dass darauf geachtet werden muss, das Überleben einer jeden Art zu sichern und dass möglichst viel Nutzen aus dem erlegten Tier zu ziehen ist. Wenn man zum Beispiel ein Reh tötet, um sein Fleisch zu essen, darf und sollte man das Fell ebenfalls verwerten, es ist jedoch verboten ein Tier nur seines schönen Pelzes wegen zu töten.
Die umstrittenste Frage zur Moral gegenüber Tieren ist sicherlich die nach Tierversuchen. Wenngleich diese viele Bedenken auslöst, sollten Tierversuche dann erlaubt sein, wenn sie notwendig sind um die Gesundheit und das Leben der Menschen zu fördern. In allen anderen Fällen sind Tierversuche zu verbieten.

Der Mensch: Implantate oder Präparate? Reversible oder irreversible Veränderungen?
Dazu haben wir folgendes Plakat entworfen.