Literatur

Das Fach Literatur wird am Gymnasium Laurentianum in einem Kurs über 2 Halbjahre in der
Jahrgangsstufe 12 angeboten. Es bietet in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe
als Alternative zu den traditionellen Fächern Kunst und Musik die Möglichkeit, die Pflichtbelegung von 2 Halbjahren im Bereich musische Fächer abzudecken – und ist damit vergleichbar mit einem vokal- oder instrumentalpraktischen Kurs.

Die Richtlinien für das Fach Literatur sehen ein breites Spektrum an praktischen Möglichkeiten vor, wie man das allgemeine Lernziel erreichen kann, „Kreativität“ zu fördern, und zwar „verstanden als Fähigkeit, neues Denken, Empfinden und Handeln in Gang zu setzen und zu entfalten“ (Richtlinien S.7). Am Laurentianum hat sich über Jahrzehnte die Tradition gefestigt, den SuS das Angebot zu machen, die Inszenierung und Aufführung eines „abendfüllenden“ Theaterstücks zu erarbeiten. Grundlage hierfür waren zum einen folgende pädagogische Überlegungen, die auf die Förderung der Individual- und Sozialkompetenzen abzielen: 

  • Szenisches Spiel fordert den ganzen Menschen; sich öffentlich in einer Rolle zu präsentieren, kann in starkem Maße Selbstbestätigung und Selbstbewusstsein fördern, persönlichkeitsbildend wirken.
  • Die Einübung eines Schauspiels erfordert zwingend einen fairen und kooperativen Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander; die Gruppe muss sich auf jedes Mitglied verlassen können, da nur so gemeinsamer Erfolg möglich ist.
  • Einzelnen Schülern kann über die Co-Regie Gelegenheit gegeben werden, ihre besonderen organisatorischen und künstlerischen Fertigkeiten zu verknüpfen und dadurch besonders auszubilden. 

Eine wichtige Ursache dafür, den Bereich Theater zu bevorzugen, ist auch in den besonders günstigen Voraussetzungen vor Ort zu sehen (früher vor allem die Aula einer benachbarten Schule mit Bühne, zur Zeit das professionell ausgestattete „Theater am Wall“ in städtischer Trägerschaft). Stärkeres Gewicht haben noch die speziellen Qualifikationen mehrerer Kollegen im Bereich Theater, die zu nutzen sinnvoll erschien.
Personelle Veränderungen in der kleinen Fachschaft deuten schon im laufenden Schuljahr an, dass auch die Bereiche „Schreiben“ und „Medien“ in Zukunft in der unterrichtlichen Arbeit Berücksichtigung finden werden.