Betriebspraktikum

Seit dem Jahr 1987 bietet das Gymnasium Laurentianum Warendorf den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 ein Schülerbetriebspraktikum an.

Neben den Erfahrungen, die die Praktikantinnen und Praktikanten für eine spätere Berufswahl gewinnen können, profitieren insbesondere die Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs von den Kenntnissen und Erkenntnissen, die die Praktikantinnen und Praktikanten in den Unterricht einbringen. Zudem bietet das Praktikum die Gelegenheit, eigene Eignungen, Begabungen und Vorlieben zu entdecken.

Im Unterschied zu den Zielsetzungen an anderen weiterführenden Schulen ist es nicht Sinn eines Praktikums am Gymnasium, Schülerinnen und Schülern Kontakte zur Wirtschaft zu eröffnen, damit sie besseren Zugang zu Ausbildungsplätzen gewinnen. An unserer Schule steht die Berufswahlkunde und Betriebskunde im Vordergrund. Das sind auch die beiden Schwerpunkte, die in der Vorbereitung zu dem Praktikum thematisiert werden und besonderen Niederschlag in der Auswertung finden. Die kritische Reflexion der Erfahrungen im Praktikum soll die Chance bieten, Berufsvorstellungen und Beschäftigungsmöglichkeiten besser beurteilen und gegebenenfalls Alternativen entwickeln zu können.

Besonderer Dank gebührt der heimischen Wirtschaft, den Verwaltungen sowie den örtlichen Dienstleistungsunternehmen und den Kooperationspartnern des Laurentianum.  Die Bereitschaft der Wirtschaft zur Aufnahme von Praktikantinnen und Praktikanten ist umso höher anzuerkennen, als mittlerweile alle örtlichen Schulen eine solche Veranstaltung anbieten.

Das Praktikum der Laurentianer wird in der Regel in der 3. und 4. Kalenderwoche eines Jahres durchgeführt; so bleibt im ersten Halbjahr des 9. Schuljahres Zeit, die Veranstaltung inhaltlich vorzubereiten. Insbesondere das Fach Geschichte und der Deutschunterricht bieten sich an, die Schülerinnen und Schüler inhaltlich auf die oben angesprochenen Akzente einzustimmen.

Schülerinnen und Schüler, die ihre Erfahrungen in Lebensmittelgeschäften, Kindergärten oder Krankenhäusern sammeln wollen, haben sich im Vorlauf zum Praktikum einer amtsärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Diese wird dankenswerterweise bei Kostenübernahme durch das Schulamt vorgenommen.

In den Wochen um den Halbjahreswechsel nehmen dann die Praktikantinnen und Praktikanten ihre Beschäftigung in den Betrieben auf; dieses Praktikum gilt als Schulveranstaltung und unterliegt somit dem gleichen Versicherungsschutz, als wenn sich die Schülerinnen und Schüler in der Schule aufhielten.

Während der vierzehn Tage werden die Jugendlichen von ihren FachlehrerInnen zweimal besucht. Bei diesen Besuchen gilt es, einen Eindruck von den Beschäftigungs- und Einsatzmöglichkeiten zu erlangen, Probleme mit Schülerinnen und Schülern und Ausbildern zu erörtern, Verbindungen zu den Betrieben zu pflegen und den Schülerinnen und Schülern Hilfestellung für die Erarbeitung ihrer umfangreichen Berichtsmappe zu geben.
Nach einem angemessenen Zeitraum sind die Schülerinnen und Schüler dann aufgefordert, ihre Erfahrungen, Kenntnisse, Erkenntnisse und Eindrücke in einem Bericht und durch eine Collage zu schildern, zu reflektieren und zusammenzufassen. (Praktikumsmappe)

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre lässt sich der Schluss ziehen, dass alle Beteiligten, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer genauso wie die Betreuer in den Betrieben das Praktikum als positiv, hilfreich und erfahrungserweiternd bewerten.

Informationen des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW finden Sie hier!