Tag der Artenvielfalt
Die Zeitschrift GEO hat im Jahre 1999 den "Tag der Artenvielfalt" ins Leben gerufen.
Aus dieser Idee ist mittlerweile eine Bewegung geworden.
Bei "Expeditionen" in die heimische Natur sollen Tier- und Pflanzenarten erfasst werden.
Aufgerufen hierzu sind interessierte Laien, Schulen, Vereine, Universitäten u.a.m..
Am Laurentianum haben wir diese Idee aufgegriffen und führen seit dem Jahr 2000 in jedem Jahr eine entsprechende Aktion mit jeweils unterschiedlichem Schwerpunkt durch. Die Veranstaltung findet immer an einem schulfreien Tag statt.
Sinn und Bedeutung dieser Aktion kann man dem u.a. GEO-Text entnehmen.
Weitere Einzelheiten im Internet unter:
Die Idee Eine Expedition in die Vielfalt von Deutschlands Natur
* Sie sollte die bemerkenswerte Diskrepanz überwinden helfen zwischen vorhandenem Umwelt-Interesse einerseits und verbreitetem Nichtwissen über die konkrete Beschaffenheit dieser Umwelt andererseits; in Deutschland ebenso wie in der Schweiz und in Österreich.
* Sie soll der fatalistischen Fehleinschätzung entgegenwirken, beobachtenswerte Natur in Mitteleuropa sei nicht mehr zu entdecken, weil ohnehin längst auf der "Roten Liste" oder zur schieren Nutzpflanzen- und Nutztier-Monokultur verarmt.
* Sie soll, ausgeweitet auf Schulen und Schüler, der wachsenden Naturentfremdung von Kindern entgegenwirken (der Annahme etwa, Hühner seien aus Nuggets gemacht und Kühe lilafarben).
* Sie soll einen Beitrag zu qualifizierteren Debatten im Umwelt- und Artenschutz leisten, indem sie auch über die Ränder der Spezialisten-Biotope hinaus einem viel größeren Personenkreis die Wissensgrundlagen für diese Debatte liefert.
Der "GEO-Tag der Artenvielfalt", im Herbst 1998 beschlossen, monatelang vorbereitet und am 5. Juni 1999 schließlich erstmals verwirklicht, ist das Ergebnis dieser Überlegungen. Er soll und er wird mehr sein als der vorübergehende Versuch, Sumpfvergißmeinnicht und Schöngesichtige Zwergdeckelschnecke mit journalistischen Mitteln zu popularisieren. Er soll zu einer dauerhaften Veranstaltung werden, alljährlich am ersten Wochenende des Juni: in Deutschland, der Schweiz und in Österreich; auf den Weg gebracht und publizistisch begleitet von GEO, offen aber für jede Vervielfältigung, für selbstständige Initiativen von Wissenschaftlern, Studenten, Lehrern, Schülern, Umweltverbänden, interessierten Laien an jedem Ort ihrer Wahl. Das Magazin GEO, groß geworden nicht zuletzt mit Reportagen über die grandiose Vielfalt berühmter Biosysteme wie Regenwald und Korallenriff, will mit seinem "Tag der Artenvielfalt" dazu anstiften, auch die Nähe und das zunächst Unscheinbare unter die Lupe zunehmen. Einen Reichtum zu entdecken, den es im Interesse ökologischer Vernunft zu verteidigen gilt - gleichermaßen gegen hilflose Naturschwärmerei wie gegen gezielte Zerstörung.
Tage der Artenvielfalt am Gymnasium Laurentianum
10.06.2000 Pflanzen und Tiere der Mussenbachaue
(mit Heinz-Otto Rehage, ehemaliger Leiter der Biologischen Station „Heiliges Meer“)
02.06.2001 Mussenbachaue und Hengen-Sundern (mit Heinz-Otto Rehage)
Fotoserie TdAv 2001
08.06.2002 Lebenswelt des Schulteichs
Fotoserie TdAv 2002
14.06.2003 Schwerpunktthema Amphibien
Bockholtsbüsche; Waldgebiet mit Kleingewässern
(mit Michael Schwartze; Amphibienexperte)
Fotoserie TdAv 2003
26.06.2004 Schwerpunktthema Spinnen
Bockholtsbüsche
(mit Dr. Martin Kreuels; Spinnenexperte)
Fotoserie TdAv 2004
04.06.2005 Plankton des Schulteichs
(mikroskopische Untersuchung)
Fotoserie TdAv 2005
01.06.2006 Fließgewässeruntersuchung
(Hagenbach und Mussenbach)
Fotoserie TdAv 2006
13.10.2007 Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster
Fotoserie TdAv 2007
14.06.2008 Das Plankton im Emssee
Fotoserie TdAv 2008
04.06.2009 Lebensraum Wattenmeer (Borkumfahrt der Jgst.5)
03.07.2010 Das Plankton im Kottrupsee
13.05.2011 Fledermäuse am Aasee in Münster
(mit Dr. Carsten Trappmann; Fledermausexperte)