Besuch 2010

Kosice-Schulpartnerschaft zwischen kultureller Begegnung und Naturerlebnis.

„Gleich geht´s los!“ Die Tänzerinnen besinnen sich vor der Aufführung des Schostakowitsch-Walzers noch einmal im Theater-Vorhof. Unter der Leitung von Ira Nobis nähert sich eine dreimonatige Tanzprojektphase ihrem Höhepunkt. Zusammen mit einer kleinen Chorgruppe unter der Leitung von Matthias Hothneier und einem Teil des Schulorchesters unter der Leitung von Martin Heil haben sich 36 Schülerinnen und Schüler auf den weiten Weg über Wien und Bratislava in die Ost-Slowakei nach Kosice gemacht. Auf dem Programm stehen an erster Stelle die internationale Begegnung und der kulturelle Austausch. „In den Gastfamilien zu leben und eine Woche lang das Leben eines slowakischen Jugendlichen zu teilen, ist echt interessant und spannend. Super, dass wir solche Möglichkeiten haben“, merkt Anna B. an. Die sprachliche Verständigung kann zum Glück zwischen Deutsch und Englisch wechseln. Und mit einigen Brocken Slowakisch kann man die Atmosphäre noch weiter verbessern. Die Jugendkultur ist anscheinend inzwischen sehr nah beieinander. Ein kleiner Unterschied ist da und dort die intensiver gelebte Religiosität der Slowaken. Schließlich trägt die Schule den Namen des Heiligen Thomas von Aquin. Da kommt mancher Laurentianer ins Nachdenken. „Beim Konzert haben wir mit dem slowakischen Chor, mit Volkstänzern und einem ad hoc von Koordinatorin Jana Hruskova zusammen gestellten slowakischen Schulorchester zusammengearbeitet. Am Anfang der Woche - bei den ersten Proben - hätten wir nicht gedacht, dass wir beim Konzert zunächst vor 400 Schülern und abends vor der Öffentlichkeit so gut klar kommen“, so Martin Heil. Dass trotz aller Strapazen die Reise so harmonisch verlief, hängt auch mit dem intensiven Freizeitprogramm zusammen: Besichtigungen in Kosice, Eis essen, Besuche in der Synagoge und in Schlössern. Ein Höhepunkt war hier sicherlich die Wanderung durch die Hohe Tatra. Besonders die Kletterpartien und das klare Wasser aus einem Gebirgsbach werden unvergesslich bleiben. Johannes H.: „Manchmal kann Schule eben auch wie Urlaub sein!“