Casting
„Können wir den Son
g vor dem Casting noch einmal durchgehen?“ – „Wir haben kaum Singerfahrung, könnten aber zu dritt vielleicht eine Nebenrolle ausfüllen.“ Die Jungen am Laurentianum legten sich in den vergangenen Wochen – jeder auf seine Weise – schwer ins Zeug. Im Chor der Stufen 8 bis 11 entwickelten sie Selbstbewusstsein und Freude am Singen. Casting für „Atlantis“ – die neue Musicalproduktion des Gymnasium Laurentianum.
„Ihr braucht keine Angst zu haben!“, ermutigte Chorleiter Matthias Hothneier. „Wir brauchen Euch. Über 20 Männerrollen sind zu besetzen. Traut Euch! Und wenn es nicht so klappt, haben wir Nebenrollen zu vergeben.“ Und so kamen noch zwei Jungen-Castings zustande. Winfried Grohe als Regisseur, Andre Auer, Jeanne Scholz und Lars Dreier als erfahrene Musicalsänger, Ellen Gispert als Vertreterin der Künstler, und Johanna Heming für die Tänzer stellten sich als Jury zur Verfügung. Schon im September haben 30 Mädchen und sieben Jungen vorgesungen. 30 Mal „The Moment I Saw Him“! Im Fünfminutentakt auf einen neuen Sänger oder eine neue Sängerin einzustellen – drei Stunden lang. Keine leichte Aufgabe für die Musiklehrer Reinhard Tautzt und Martin Heil am Flügel. Zum Glück hörten so viele Ohren mit. Zudem wurde von Andre Auer moderne Aufnahmetechnik eingesetzt, um die 48 Castings angemessen auszuwerten und nichts zu vergessen. Die Spannungskurve wuchs bei den Akteuren von September bis November: Auslandsaufenthalt oder Musical-Rolle 2008 – welcher Traum ist wichtiger? Wer kriegt wohl die begehrten Hauptrollen?
Das dänische Musical „Atlantis“ von Thomas Hog und Peter Spies zieht alle Register: Sagenwelt, bedrohte Königreiche, Kampf zwischen Gut und Böse, um die Prinzessin, gefühlvolle Songs, brutale Kampfszenen, heldenhafte Hymnen auf eine bedrohte Welt der Träume. Am Ende Untergang oder Überleben der Liebe?
Am Montag hing die Liste mit den verteilten Rollen vor dem Musikraum aus. Ergebnis: Alle können mitmachen!
Westfälische Nachrichten, 20.11.07