Lernzeiten

Grundlage für das Arbeiten in den Lernzeiten ist für die Schülerinnen und Schüler der Wochenplan.

Die Wochenplanarbeit ersetzt die Hausaufgaben.

Für die Wochenplanarbeit in den Lernzeiten gelten genau definierte Regeln. Im Lernzeiten- und Wochenplan - ABC lässt sich alles für Schüler, Lehrer und Eltern Relevante nachlesen. Entweder durch Scrollen im Text oder durch Klicken auf ein Stichwort gelangen Sie zur weiterführenden Erläuterung des Begriffs. Die Zurücktaste des Browsers führt Sie wieder zur Stichwortliste. 

Das Lernzeiten- und Wochenplan-ABC:  

- Arbeitsmaterial - Arbeitsplanung - Berichtigungen
- Fachlehrer - Gelbe/Rote Karte - Klassenleiterstunde
- Klassenleiterteam     - Klassenraum - Krankheitsfall
- LAUfkarte - Lernzeit - Lernzeitlehrer
- Lernzeitregeln - Lernzentrum - Logbuch
- Phasierung - Stillarbeitsraum - Schlaufuchsprojekt
- Schlauplaner - Sozialformen - Unterschrift der Eltern
- Vokabeln - Wochenplan - Zusatzmaterial

Arbeitsmaterial: wird von den Schülern schon in der 5-Minuten-Pause vollständig bereitgelegt. Die Schüler wissen, dass es sinnvoll ist, Aufgaben für das Fach zu erledigen, dessen Fachlehrer anwesend ist. 

Arbeitsplanung: erfolgt ab Jahrgangsstufe 5, 2. Halbjahr (5.2) in der Klassenleiterstunde selbstverantwortlich durch die SuS, indem sie ihren täglichen Arbeitsschwerpunkt im dafür vorgesehenen Raster eintragen. Zu Beginn des 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 wird das selbstständige Arbeiten zunächst trainiert, das bedeutet, dass die Schüler in der Lernzeitstunde die Aufgaben des Faches bearbeiten, in der der jeweilige Fachlehrer anwesend ist. So können die Anforderungen des jeweiligen Faches konkret besprochen und auch deren Umsetzung sofort kontrolliert werden. Nach den Herbstferien wird diese Vorgehensweise schrittweise zugunsten der eigenständigen Arbeitsplanung zurückgefahren.

Berichtigungen von Klassenarbeiten: nehmen in der Lernzeit maximal 20 Minuten in Anspruch. Weiter gehende Bearbeitungen müssen in Heimarbeit erfolgen.

Fachlehrer: plant die Wochenplanaufgaben für die kommende Woche, der Fachlehrer legt sowohl die Arbeitsform als auch den Zeitrahmen für die zu bearbeitenden Aufgaben fest und leitet dieses frühzeitig und auf mit dem Klassenleiter abgesprochenen Wegen an den dafür verantwortlichen Klassenlehrer weiter. In den Fremdsprachen werden dabei das Vokabelpensum und ggf. die Kapitel der behandelten Grammatik ebenfalls auf diese Weise bekanntgegeben. Die Überprüfung des Vokabelwissens von einem auf den anderen Tag widerspricht den Prinzipien einer erweiterten gebundenen Ganztagsschule. Die SuS organisieren ihr Vokabellernen selbstständig, falls notwendig mit Unterstützung ihrer Eltern, und stellen sich auch auf eine Überprüfung ein. Es ist im Sinne der individuellen Förderung wünschenswert, dass im Laufe der Zeit vermehrt differenzierte Aufgabenstellungen gegeben werden. In der Erprobungsstufe hat sich das Angebot von Sternchen- oder Bonusaufgaben als sinnvoll erwiesen, um so dem unterschiedlichen Arbeitstempo Rechnung zu tragen. Die SuS bekommen eine Rückmeldung zu den bearbeiteten Aufgaben entweder durch Möglichkeiten der Selbstkontrolle oder durch die Besprechung im Unterricht.

Gelbe/Rote Karten: SuS, die sich nicht an die Lernzeitregeln halten oder gegen Verhaltensregeln verstoßen, bekommen als Ermahnung eine gelbe und bei weiteren Verstößen die rote Karte, die ein Protokoll/Aufsatz zur Folge hat. Dies wird auf der Gelbe- und Rote-Karten-Liste im Klassenbuch vermerkt.

Klassenleiterstunde: ist in der Regel der wöchentliche Einstieg der Klasse in das schulische Arbeiten. Hier erhalten die SuS den Wochenplan ausgehändigt. Falls zur Erledigung organisatorische Besonderheiten zu beachten sind, erfolgt hier die entsprechende Absprache. Insbesondere muss die Möglichkeit genutzt werden, Einzelarbeit und Partnerarbeit für alle so zu koordinieren, dass immer eine ruhige Arbeitsatmosphäre gewährleistet ist. Zwecks Information der Lernzeitlehrer sind deshalb wichtige Regelungen für die Woche vom Klassenlehrer im Logbuch zu vermerken. In dieser Stunde sollten auch allgemeine Fragen zu Lerntechniken (vom Leichten zum Schweren; wie bleibt das Gelernte im Gedächtnis; gute Spickzettel; Konzentrationsübungen usw.) und Arbeitsorganisation (was gehört auf den Arbeitsplatz; wo kann ich nachschlagen; usw.) behandelt werden, so dass die Schüler und Schülerinnen alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten haben.

Klassenleiterteam: hält alle Fäden bzgl. der Lernzeiten in der Hand. Ein Mitglied des Teams verantwortet die wöchentliche Zusammenstellung des Wochenplans anhand der Aufgabenstellungen der Fachkollegen der Klasse und dessen Weiterleitung an den Schulverwaltungsassistenten. Der Klassenleiter verteilt den Wochenplan am Montag, wenn möglich in der Klassenleiterstunde, oder organisiert das Abholen beim Schulverwaltungsassistenten  durch die Schüler. Das Klassenleiterteam kontrolliert, ob die Eltern den Wochenplan unterschrieben haben. Das Klassenleiterteam sichtet regelmäßig das Logbuch und leitet aufgrund der dortigen Eintragungen gegebenenfalls Maßnahmen ein und gibt Rückmeldung an den Lernzeitlehrer, der die Eintragung gemacht hat.

Klassenraum: ist der zentrale Arbeitsraum für die Wochenplanarbeit. Zu Beginn jedes Schuljahres finden sich folgende Grundausstattung im Klassenraum: Rechtschreibduden, Lexikon, Wörterbuch, Regelwerk, Formelsammlung, ältere Lehrwerke sowie Locher, Tesafilm. Die Flexibiltät im Klassenraum wird durch Einzeltische erhöht, deren Zahl über die Zahl an benötigten Arbeitsplätzen hinausgeht. Bei Bedarf sollen Umsetzungen während der Lernzeiten vorgenommen werden.

Krankheitsfall: Sollten Schüler und Schülerinnen die Wochenplan-Aufgaben nicht vollständig bearbeitet haben (z. B. wegen Krankheit, Schulfahrten, etc.), liegt bei den Schülern die Pflicht, auf ihre AG zu verzichten und ihre Aufgaben während der AG-Zeit am Donnerstag in der 8. und 9. Stunde im Lernzentrum in Raum 206 fertig zu stellen. (LAUfkarte) Wenn das nicht gelingt, sind die Schüler aufgefordert, mit Klassenlehrern und den Fachlehrern Rücksprache halten um individuelle Lösungen zu finden.

LAUfkarte: Schüler und Schülerinnen, die im Rahmen der Lernzeiten ihren Wochenplan nicht schaffen, z. B. aufgrund von Erkrankungen oder Zeitmangel können am Donnerstag in der 8./9. Stunde anstelle des AG-Besuchs ihren Wochenplan nacharbeiten. (Nachschlag). Die dabei benutzte Laufkarte wird vom Lernzeitlehrer, der Aufsicht im Lernzentrum Raum 206 und dem AG-Leiter unterschrieben. Die Karten werden von den Klassenlehrern zu Beginn des Schuljahres verteilt und im Schlauplaner aufbewahrt.

Lernzeit: Einzelstunde, in der die Wochenplanarbeit, beaufsichtigt durch den Lernzeitlehrer, bearbeitet wird. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 gibt es 4 Lernzeiten, in den Stufen 8 und 9 sind es 3 Lernzeiten.

Lernzeitlehrer: beaufsichtigt die Lernzeit. Legt zu Beginn der Stunde fest, welche zuverlässigen Schüler laut Logbuch den Raum 206 besuchen dürfen und entlässt sie dorthin. Er achtet auf die Phasierung der Lernzeit (20 - 5 - 20 Minuten) und erinnert die Schüler daran. Ferner achtet er auf die Einhaltung der Lernzeitregeln. Er steht bei Fragen beratend und unterstützend zur Seite. Bei Störungen verteilt er gelbe/rote Karten, trägt diese ins Klassenbuch ein und vermerkt im Logbuch, wie die Klasse sich während der Lernzeit verhalten hat. Über das Mitteilungsfeld auf dem Wochenplan gibt er gegebenenfalls (positive/negative) Rückmeldungen an Eltern/Schüler. In der letzten Lernzeit der Woche ist es gegebenenfalls Aufgabe des Lernzeitlehrers, den Wochenplan auf Vollständigkeit zu prüfen und LAUfkarten auszufüllen. Vokabellernen soll in den Lernzeiten nicht stattfinden. Schüler die mit ihren Wochenplanaufgaben fertig sind, bearbeiten Zusatzaufgaben oder arbeiten am Schlaufuchsprojekt.

Lernzeitregeln: hängen im Klassenraum aus und hat jeder Schüler/in im Schlauplaner zur Verfügung. Hier geht es zu den Lernzeitregeln.

Lernzentrum: umfasst die Räume der Schülerbücherei und den Stillarbeitsraum in Raum 206.

Logbuch: liegt in jedem Klassenraum aus und dient der Dokumentation des Ablaufs der Lernzeiten. Damit sind alle Lernzeitlehrer und das Klassenleiterteam bzgl. des Arbeitsverhaltens oder inhaltlicher Schwierigkeiten immer auf dem Laufenden. Das KL-Team notiert hier, wer generell in Raum 206 arbeiten darf und bei Bedarf andere Maßnahmen.

Phasierung:

Klasse(n)          Zeitmodell                              Sozialformen                  
5.1

20 Minuten Arbeitsphase

5 Minuten Materialwechsel

20 Minuten Arbeitsphase

Einzel- und Stillarbeit

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Leises Nachfragen beim Lehrer

5.2, 6, 7, 8, 9

20 Minuten Arbeitsphase

5 Minuten Materialwechsel

20 Minuten Arbeitsphase

Einzelarbeit

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Partner- und Gruppenarbeit möglich, eingeleitet und organisiert durch den Lernzeitlehrer

Klassenlehrer können bei Bedarf eine abweichende Phasierung nach Absprache mit den Fachlehrern und der Klasse vereinbaren und in der Klasse aushängen!

Stillarbeitsraum: Dieser Raum ist ein ausschließlicher Stillarbeitsraum, der sowohl den Schülern des Ganztags als auch der Oberstufe zur Verfügung steht. In den Lernzeitstunden sind dort 1 bis 2 Aufsichten eingeteilt, um den reibungslosen und ruhigen Ablauf des Arbeitens zu gewährleisten. Nur zuverlässige Schüler und Schülerinnen erhalten das Privileg hier zu arbeiten, deren Namen der Klassenleiter ins Logbuch eingetragen hat. Dreimaliges Fehlverhalten seitens des Schülers oder der Schülerin bewirkt einen  „Platzverweis mit längerfristiger Sperre“. Jeder, der dort arbeiten darf, bringt vollständiges Arbeitsmaterial für 45 Minuten mit, eine Rückkehr in den Klassenraum ist innerhalb dieser Zeit nicht vorgesehen. Die Schüler arbeiten hier vollständig selbstständig und eigenverantwortlich, Hilfestellung seitens der Aufsicht ist in der Regel nicht vorgesehen.

SchLAUfuchsprojekt: ist im Sinne der Individuellen Förderung ein freiwilliges Angebot an leistungsstärkere und schnellere Schüler und Schülerinnen, die bei der Bearbeitung der bisherigen Wochenplanaufgaben Ausdauer und Durchhaltevermögen bewiesen haben. Findet in der Erprobungsstufe im zweiten Halbjahr statt (5.2/6.2/7.2). Die ausgewählten SuS bearbeiten ihre Projekte in der letzten Lernzeit im Lernzentrum. (s. Zeitschrift: Lernpotentiale 2014, Heft 2, Lernzeiten am Gymnasium, S. 40 ff)

SchLAUplaner: Die SuS heften montags ihren Wochenplan im Schlauplaner ab. Alle Wochenpläne des laufenden Halbjahres sind im Schlauplaner aufzubewahren.

Sozialformen: Im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 wird das Lernzeitkonzept mit den Schülern und Schülerinnen eingeübt. Hier dürfen nur Wochenplanaufgaben gestellt werden, die in Einzelarbeit zu erledigen sind. Danach sind die Aufgaben klar als Einzelarbeit und Partnerarbeit zu kennzeichnen. Im 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 sollte nur selten Partnerarbeit aufgegeben werden und diese in der letzten Lernzeit der Woche erledigt werden, um eine angemessene Geräuschkulisse in den restlichen Lernzeiten zu gewährleisten. Ab der Jahrgangsstufe 6 können Partnerarbeiten in der zweiten Arbeitsphase jeder Lernzeit erledigt werden (30 cm Flüsterstimme), in der ersten Phase findet nur Einzelarbeit statt.

Unterschrift der Eltern: muss wöchentlich erfolgen. So soll die Arbeit des Kindes elterlich wertgeschätzt werden, indem sie sich am Wochenende die bearbeiteten Aufgaben zeigen lassen und gelungene Aufgaben lobend anerkennen. Sie können ihr Kind gerade in der Erprobungsstufe ein wenig unterstützen, indem Sie ihm helfen, lose Arbeitsblätter einzukleben oder zu heften, damit die Hefte und Mappen ordentlich und sorgfältig geführt sind. Eine inhaltliche Überarbeitung ist ausdrücklich nicht erwünscht. Das Interesse der Eltern an der schulischen Arbeit der Schüler und Schülerinnen stärkt deren Selbstvertrauen und ist für einen erfolgreichen Lernprozess unabdingbar.

Vokabeln: Das Vokabelpensum wird im Wochenplan bekanntgegeben, die Vokabeln müssen zu Hause gelernt werden. Die SuS organisieren ihrVokallernen selbstständig, falls notwendig mit Unterstützung ihrer Eltern, und stellen sich auch auf eine Überprüfung ein. Die Überprüfung des Vokabelwissens von einem auf den anderen Tag widerspricht den Prinzipien einer erweiterten gebundenen Ganztagsschule.

Wochenplan: ist die Grundlage für das Arbeiten der Schüler und Schülerinnen in den Lernzeiten. Wird von Klassenlehrer in Absprache mit den Fachlehrern erstellt und vom Schulverwaltungsassistenten am Montag vervielfältigt. Der Wochenplan enthält die Bereiche Aufgabenstellung, Notizen, Arbeitsplanung und Rückmeldung.

Zusatzmaterial: liegt in Form von 2 Themenordnern in jeder Klasse der Erprobungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) aus. Hier finden sich eine Anzahl kopierter Arbeitsblätter zu unterschiedlichen Interessensgebieten sowie ggf. Lösungsblätter zur Selbstkontrolle. Schüler und Schülerinenn, die mit der Bearbeitung der regulären Wochenplanaufgaben fertig sind, können hier Material auswählen. Das bearbeitete Blatt wird dann in einem Ordner im Klassenschrank abgeheftet; diesen sichtet das KL-Team regelmäßig und würdigt durch einen Stempel die zusätzliche Arbeitsleistung.