Peer-Group-Education

Die Konzeption von Peer-Group-Education geht von der Tatsache aus, dass Kinder und vor allem Jugendliche sehr stark von ihrer Peer-Group, also von Gleichaltrigen, beeinflusst werden.
Peer-Group-Education setzt genau an diesem Punkt – dem großen Einfluss, den die Peer-Group auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat – an und macht daraus ein pädagogisches Konzept.
Peer-Group-Education als spezielle Methodik ist vor allem dann einsetzbar, wenn es darum geht, dass Kinder und Jugendliche sich gegenseitig helfen, ein Problem zu lösen oder sich gegenseitig vor negativen Tendenzen zu bewahren.

Im Schuljahr 2002/2003 richtete das Gymnasium Laurentianum Warendorf das Streitschlichter-Projekt ein. Seit 2002 wurden insgesamt 76 Schüler(innen) der Jahrgangsstufe 9 zu Streitschlichtern ausgebildet, um Schüler(innen) der Jahrgangsstufen 5-7 zu helfen, Konflikte selbständig und dauerhaft zu lösen.
Ziel des Streitschlichter-Projekts ist es, am Laurentianum eine „konstruktive Streitkultur“ zu entwickeln.

Im Schuljahr 2006/2007 folgte am Gymnasium Laurentianum Warendorf das Buddy-Projekt.
Unter dem Motto „Schüler helfen Schülern – Wir sind für DICH da!“ arbeiten die Buddys am Laurentianum in folgenden Bereichen:

• Paten für jüngere Schüler(innen)
• „Kummerkasten“
• Hausaufgaben-Betreuung
• Problemgespräche
• Einzelbetreuung
• Mobbing-Prävention (in Zusammenarbeit mit den Streitschlichtern)
• Organisation von Sportangeboten in der Mittagspause

Für die Jugendlichen, die zu Streitschlichtern bzw. Buddys ausgebildet werden und sich anschließend für die Mitschüler(innen) engagieren, schafft das Angebot der Peer-Group-Education sozial-emotionale Entwicklungsmöglichkeiten und Erfahrungen von Selbstwirksamkeit.