Start

Tour de Ruhr" - dem Strukturwandel auf der Spur

Posted by Boscher (boscherm) on 06-07-2019
Start >>

Am Donnerstag machten sich die Geographiekurse (LK/Den, GK/KRU) unter der Leitung von Herrn Denecke auf den Weg in den „Pott“, um den Strukturwandel im westlichen Ruhrgebiet vor Ort nachzuvollziehen.
Ausgangspunkt war der Sitz des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen, wo die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die historische Entwicklung des Ruhrgebietes als Standort der Montanindustrie erhielten, insbesondere aber der sich seit den 60er Jahren bis heute vollziehende Strukturwandel zu einem modernen und international geprägten Wirtschafts- und Lebensraum thematisiert wurde.
Anschließend ging es zum sich in hyper-moderner Architektur präsentierenden Hauptsitz des Krupp/Thyssen Konzerns auf dem ehemaligen Krupp-Gelände, erst vor einigen Monaten war die Umlegung von Düsseldorf in die Ruhrmetropole vollzogen worden und man verspricht sich dadurch auch neue Wachstumsimpulse für die bis vor kurzem bevölkerungsreichste Stadt des Reviers, die inzwischen von Dortmund knapp überholt wurde!

Danach ging es auf die Halde Beckstraße, eine ehemalige Abraumhalde in Bottrop, die neben dem eindrucksvollen Rundumblick über das Ruhrgebiet, die Landmarke „Tetraeder“ zu bieten hat. Der „Tetraeder“, eine rund 210 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, ist sowohl Kunstwerk als auch Aussichtsplattform. Bei klarstem Himmel genossen die Geographen einen atemberaubenden Weitblick über den „Pott“.

Durch typische Koloniensiedlungen ging es nach Oberhausen – Neue Mitte, wo das „Centro“ Ziel der Gruppe war, vielen Schülern als Einkaufsziel bereits aus eigener Erfahrung bekannt, was ein Hinweis auf das riesige Einzugsgebiet dieses Shopping-Centers ist, von denen es noch drei weitere ähnlicher Größenordnung im Ruhrgebiet gibt. Neben einer Darstellung des Konzeptes und der Entstehung auf ehemaligen Industrieflächen wurden allerdings auch Probleme und Auswirkungen aufgezeigt, die sich zwangsläufig aus der Konkurrenzsituation mit dem Einzelhandel in den Innenstadtbereichen ergeben.

Den Abschluss des Tages bildete eine Erkundung des Landschaftsparks Duisburg-Nord, wo nach der durch die Stahlkrise Mitte der 80er Jahre bedingte Schließung des Thyssen -Hüttenwerkes auf dieser Industriebrache ein stark frequentiertes Zentrum für kulturelle und sportliche Aktivitäten entstanden ist, das vor allem auch bei Dunkelheit durch eine einmalige künstlerisch gestaltete Illumination jährlich Tausende von Besuchern in ihren Bann zieht! Da zudem weite Bereiche dieses Areals von Beginn an bewusst der Natur überlassen wurden, versetzte die sich inzwischen entwickelte botanische Vielfalt in dieser skurrilen Umgebung am Fuße der Hochöfen die Schülerinnen und Schüler in einiges Erstaunen.
Sichtlich geschafft, aber voller Eindrücke und Erkenntnisse kehrten die Kurse am frühen Abend ins Münsterland zurück.

 

Last changed: 09-07-2019 at 07:24:30

Back