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Gemeinsame Experimente mit niederländischen Schülern

Posted by Boscher (boscherm) on 21-06-2018
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Bereits im Februar trafen 10 Schüler des Gymnasium Laurentianum und des Bonhoeffer Colleges aus Enschede im Schloss Raesfeld aufeinander und erforschten gemeinsam die Dynamik des Fliegens und die Kunst der Gemälderestauration.
Beim Rückbesuch am Anfang dieses Monats bildete kein Schloss, sondern die ehemalige Eisengießerei „DRU“ (Diepenbrock en Reigers te Ulft) in Ulft die passende Kulisse für die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen. Das heutige Kulturzentrum und Industriedenkmal DRU steht symbolisch für die Eisenindustrie in der Region Achterhoek (Provinz Gelderland), die sich dort seit dem späten 17. Jahrhundert etabliert hatte. Die Eisengießerei wurde im 18. Jahrhundert von den Familien Diepenbrock und Reigers, die im benachbarten Bocholt ansässig waren, gegründet und erlebte ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert. Mit Untergang der Eisenindustrie gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Industriegelände umgewidmet und zu einem Kulturzentrum mit Konzertsälen und Gastronomie ausgebaut.
Dort, wo früher große Dampfmaschinen ihr Werk verrichteten, konnten die Schüler aus Warendorf und Enschede untersuchen, wie im 21. Jahrhundert Energie gewonnen werden könnte. Das wachsende Bewusstsein über die Endlichkeit der Ressourcen bzw. der fossilen Brennstoffe sowie der Gedanke der Nachhaltigkeit führt zu einem Umdenken in der Energiegewinnung und der Suche nach alternativen und nachhaltigen Formen der Energiegewinnung. Bei wunderschönem Wetter konnten die Schüler einige Beispiele von alternativen Energiegewinnungsformen praktisch kennenlernen. Beispielsweise bauten sie selbst eine sogenannte Grätzel-Zelle mit Hilfe derer Lichtenergie in elektrische Energie umgewandelt werden kann. Der größte Unterschied zu gewöhnlichen Solarzellen ist die Verwendung von organischen Farbstoffen zur Energiegewinnung und die damit einhergehende geringere Umweltbelastung.
Am Nachmittag stand die Chemie im Vordergrund. Mithilfe verschiedenster Zutaten stellten die Schüler in binationalen Gruppen eigene Kosmetikprodukte her.
Durch diese Projekttage wurden die Schüler nicht nur für die Naturwissenschaften begeistert, sondern sie knüpften auch Kontakte zu Schülern jenseits der Grenze, die, dank der modernen Kommunikationsmittel, auch über die Projekttage hinweg Bestand haben werden.
MINTLAB auf Schlössern – in Kastelen – dies ist der Titel dieses binationalen von der EU geförderten Interreg-Projektes im grenzüberschreitenden Gebiet der Euregio Gronau, bei dem Schüler aus den Niederlanden und Deutschland an historischen Stätten gemeinsam an naturwissenschaftlichen Themen arbeiten. Gefördert und finanziert wird das Projekt unter anderem von der Andreas-Mohn-Stiftung in Bielefeld als Leadpartner, Regio Achterhoek in Doetinchem, der Stiftung Jugend und Schlösser, ekrath initial NEAnderLab gGmbH, Team Nijhuis Digital Marketing Experts aus Borne und weiteren privaten Sponsoren. Neben der Begeisterung für die Naturwissenschaften und der Entdeckung historischer Stätten steht bei diesem Projekt vor allem die binationale Begegnung im Mittelpunkt.

Last changed: 21-06-2018 at 20:00:48

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