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Berlin-Projekt 2018

Posted by Boscher (boscherm) on 17-04-2018
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Unter der Leitung von Lars Boesenberg und begleitet von Jan Denecke, Tiemo Grauert, Robin Krühler, Verena Jürgens, Sandra Santoro und Simon Veerkamp besuchten 100 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF die Bundeshauptstadt Berlin unter der Themenstellung: „Der soziale, politische und kulturelle Wandel vom 19. bis zum 21. Jahrhundert – untersucht aeispiel Berlins“.
Eindrucksvolle Erlebnisse konnten die Gymnasiasten im Verlauf ihrer 5-tägigen Studienfahrt unter anderem in dem ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und bei einem bewegenden Gespräch mit einem Aussteiger aus der rechtsextremen Szene sammeln. Auch eine Radtour entlang des ehemaligen Mauerverlaufs sowie die Auseinandersetzung mit dem Alltag in der DDR standen auf dem Programm. Bei Exkursionen in die sogenannten Problembezirke Hellersdorf und Marzahn setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit städtebaulichen und sozialpädagogischen Fragestellungen auseinander.
Im Rahmen dieses Projekts besuchten die Schülerinnen und Schüler auch den heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker im Deutschen Bundestag. Da der Abgeordnete kurzfristig verhindert war, sprachen sie mit Sendkers wissenschaftlicher Mitarbeiterin Stephanie Jahn und ihrem Kollegen Niklas Werner über seine Tätigkeiten in Berlin. Sie erläuterten den Schülerinnen und Schülern den typischen Ablauf einer Sitzungswoche. „Dabei können auch mal bis zu 70 Stunden für den Abgeordneten anfallen“, so Werner über die durchschnittliche Arbeitsbelastung. In dem folgenden Gespräch stellten sich Stephanie Jahn und Niklas Werner den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu vielfältigen Themen wie dem demographischen Wandel oder dem Glasfaserausbau im Kreis Warendorf. In der Fragerunde zeigten die Schülerinnen und Schüler besonderes Interesse am Umgang Sendkers mit der AfD und seiner Position zur EU.
Neben dem Besuch des Bundestags stand auch ein Simulationsspiel im Bundesrat auf dem Programm. Im Sitzungsraum des Bundesrats nahmen die Schülerinnen und Schüler die Rolle der 16 Bundesländer ein. Die kontroverse Debatte zum Thema Straßenverkehr wurde vom Bundesratspräsidium – ebenfalls simuliert durch Schülerinnen und Schüler des Laurentianum – moderiert und einer Entscheidung zugeführt, die dem Bundestag zugeleitet wurde.
Kunst als Ausdrucksform gesellschaftlicher Auseinandersetzungen war Thema bei einem Streetart-Projekt in Kreuzberg, bei dem die Frage im Mittelpunkt stand, wer den öffentlichen Raum mit welcher Agenda gestalten darf. Die künstlerische Auseinandersetzung mit den Umbrüchen der Industrialisierung war bei einem Besuch der Alten Nationalgalerie Thema.
Intensive Gespräche über den europaweit bekannten Drogenumschlagsplatz Görlitzer Park mit den Verantwortlichen von Polizei und Bezirksverwaltung brachten die Schülerinnen und Schüler ins Nachdenken.
Auch der Besuch des Holocaust-Mahnmals nahe des Brandenburger Tors oder der Besuch des jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee lieferte den Schülerinnen und Schülern Anregungen, sich mit gesellschaftlichen und historischen Fragen auseinanderzusetzen.

Last changed: 17-04-2018 at 15:46:04

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