Chemie

Der Chemieunterricht am Laurentianum ist interessant und abwechslungsreich, wie uns die Wahlen der Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtbereich II und in der Oberstufe immer wieder bestätigen. Chemie wird ab Klasse 7 in allen Jahrgangsstufen unterrichtet.

In Klasse 7 beginnt der Chemieunterricht mit dem Kennenlernen von Stoffen und deren Isolierung und Identifikation über ihre typischen Eigenschaften. Weiterhin lernen die Kinder, was man unter einer chemischen Reaktion versteht, sie führen Redoxreaktionen durch und erfahren so einiges über die Gewinnung von Metallen aus ihren Erzen. Meist endet der erste Einblick in die „Geheimnisse der Chemie“ mit einer Unterrichtsreihe, die u.a. Analyse und Synthese von Wasser zum Thema hat.

Der Chemieunterricht in den Klassen 8 und 9 liefert „chemische Lebenshilfen“. Man lernt, was unter chemischen Formeln zu verstehen ist und wozu sie nützlich sind; Elementgruppen werden durchforstet und man entdeckt, dass man täglich mit Verbindungen der Elemente umgeht. Die Geheimnisse des Aufbaus der Materie, des Atombaus und der chemischen Bindung werden entschlüsselt, am Ende der Klasse 10 sind Säuren, Basen und organische Verbindungen keine Fremdworte mehr.

In der Oberstufe wird Chemie in Kursen unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 10 (EF) erfährt man in einem Grundkurs in drei Unterrichtsstunden pro Woche einiges über die Zusammensetzung und die Reaktionen von Alkohol und seinen Verwandten. Auch Aromastoffe stehen zur Isolierung und Untersuchung an. Im zweiten Halbjahr lernt man den Ablauf chemischer Reaktionen genauer kennen. Die Jahrgangsstufen 11 (Q1) und 12 (Q2) sind bereits der erste Schritt zum Abitur. Hier lernt man in den dreistündigen Grundkursen wie in fünfstündigen Leistungskursen – am Laurentianum gibt es seit 1979 fast ununterbrochen Chemie-Leistungskurse – wie man Konzentrationen und Gehalte von Lösungen und Stoffgemischen bestimmen kann, wie Batterien und Brennstoffzellen funktionieren, wie man Wasser zersetzen kann und wie man galvanisch Metalloberflächen veredelt. Man erhält einen genaueren Einblick in den Ablauf von Reaktionen mit Kohlenstoffverbindungen – man erlebt einen Gang durch die Organische Chemie –, Begriffe wie aromatische Verbindungen, Farbstoffe, Arzneimittel, Kunststoffe sind am Ende der Schulzeit mit Inhalt gefüllt.

Chemiewettbewerbe sind fester Bestandteil unserer Schule zur Förderung interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler. Erkenntnisse und Erfahrungen, die im Rahmen von Schülerwettbewerben gewonnen und in die schulische Arbeit einbezogen werden, tragen wesentlich zur Weiterentwicklung der Qualität des Fachunterrichts bei.

 Folgende Wettbewerbe finden statt:

„Chemie-Olympiade“ ab der EF bis zur Q2

„Dechemax-Wettbewerb“ ab der 8. Klasse bis zur EF

"Chemie - die stimmt!"

"Dr.-Hans-Riegel-Preis"

 

 
Die Räume
Das alles geschieht in zwei von vier Räumen ganz oben im zweiten Stock, dem Raum 315 und dem Raum 319. Beide Räume sind in den Jahren 2011 bzw. 2012 komplett erneuert und so konstruiert worden, dass der Fokus eindeutig auf das "Experimentieren durch Schüler" gelegt wird. Neueste Techniken in beiden Räumlichkeiten, wie das Smartboard und eine Dokumentenkamera, unterstützen den schülerorientierten Unterricht.
In Raum 316, dem Sammlungsraum, sind Geräte und Chemikalien untergebracht – wir finden, unsere Sammlung ist gut ausgestattet. 317 ist der Vorbereitungsraum, das eigentliche Schullabor. Hier werden Versuche vorbereitet, Versuchsapparaturen für den Unterricht zusammengestellt, hier steht aber auch alles, was gebraucht worden ist und noch nicht gespült oder weggeräumt ist, deshalb sieht es in diesem Raum manchmal etwas durcheinander aus.

Die Lehrer
Mehr oder weniger zu Hause sind in diesen Räumen zwei Chemielehrerinnen und drei Chemielehrer. Außer Chemie unterrichten Frau Voelker noch Erziehungswissenschaften, Frau Schoppmeier Deutsch, Herr Klein Biologie, Herr Röer Geschichte und Herr Schulte Sport. Alle aber finden:

"Chemie ist nicht alles, aber alles ist Chemie!"