Wildbienenwand

Wildbienen

Die Honigbiene , die von Imkern als "Haustier" gehalten wird, ist jedermann bekannt. Daneben gibt es in NRW etwa 350 Wildbienenarten, die mit Ausnahme der Hummeln den meisten Menschen unbekannt sind. Honigbiene und Hummeln leben in Völkern, demgegenüber führen die allermeisten Wildbienenarten eine so genannte solitäre Lebensweise (Einsiedlerbienen).

Wie die Honigbienen so sammeln auch die Wildbienen den Blütenstaub (Pollen) und leisten auf diese Weise einen unschätzbaren Beitrag zur Bestäubung der Wild- und  Kulturpflanzen. Da Wildbienen auch zerstreut auftretende Pflanzen besuchen, tragen sie in erheblichem Maße zur Erhaltung seltener Pflanzenarten bei. Manche Wildbienenarten sind sogar auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.
Das Sammeln von Pollen erfolgt zumeist mit Hilfe der Körperbehaarung. Hierzu sind besondere Sammelhaare an bestimmten Körperstellen ausgebildet; man unterscheidet zwischen Bauchsammlern und Beinsammlern.

Es gibt kaum einen Lebensraum, den Einsiedlerbienen nicht erobert haben. Sand- und Furchenbienen nisten in sandigem Boden oder auf Feldwegen und bevorzugen dabei je nach Art festgefahrenen Boden oder lockere Sandflächen. Pelzbienen dagegen finden wir z.B. in senkrechten Abbruchkanten und Lößwänden. Mauerbienen bevorzugen Fugen und Spalten in alten Gemäuern und Fachwerk. Selbst leere Schneckenhäuser werden von einigen Arten genutzt, Manche Maskenbienen gründen ihr Nest in hohlen Stängeln markhaltiger Pflanzen (z.B. Holunder, Brombeere oder Schilf). Andere Wildbienen nisten in morschem Holz, nagen ihre Niströhren selbst oder nutzen die Fraßgänge anderer Holzbewohner, Unsere Wildbienenwand zeigt verschiedene Beispiele für künstliche Nisthilfen.

Eine der häufigsten Wildbienen, besonders im Siedlungsbereich, ist Osmia rufa (Rote Mauerbiene). Sie erscheint bereits im zeitigen Frühjahr. Für die Anlage eines Brutnestes bevorzugt sie längliche Hohlräume mit einem Durchmesser von 6-7 mm. Ein fertiges Nest weist in der Regel mehrere hintereinander liegende Brutzellen auf (Linienbau). Jede Brutzelle enthält ein Ei und viele Pflanzenpollen, die der Ernährung der Larve dienen. Die einzelnen Brutzellen werden durch Wände, die die Biene aus Lehm und Speichel formt, voneinander getrennt. (siehe Fotos: Künstlicher Nistklotz und Nistklotz geöffnet)
Die Wildbienenwand, die links vom Eingang unserer Schule steht, hat eine Schülergruppe bei den Projekttagen im Jahre 2004 gebaut.

1. Materialtransport
1. Materialtransport
2. Betonfundament
2. Betonfundament
3. Fachwerkhölzer
3. Fachwerkhölzer
4. Fachwerkzusammenbau
4. Fachwerkzusammenbau

5. Aufstellen des Fachwerks
6. Dachkonstruktion
6. Dachkonstruktion
7. Hohlstrangfalzziegel
7. Hohlstrangfalzziegel
8. Lehmmörtel
8. Lehmmörtel
9. Nisthölzer
9. Nisthölzer
10. Weidenflechtwerk
10. Weidenflechtwerk
11. Verschiedene Nisthilfen
11. Verschiedene Nisthilfen
12. Das Ergebnis
12. Das Ergebnis
13. Gruppenfoto
13. Gruppenfoto
14. Erstbesiedlung
14. Erstbesiedlung
15. Künstlicher Nistklotz
15. Künstlicher Nistklotz
16. Nistklotz geöffnet
16. Nistklotz geöffnet

Zeitungsartikel