Tag der Artenvielfalt 2014

„Nur das, was wir kennen, werden wir auch achten und schützen“

Unter diesem Motto veranstaltet das GEO- Magazin seit 1999 den „Tag der Artenvielfalt“.
Auch in diesem Jahr hat sich das Gymnasium Laurentianum in Warendorf an dieser Aktion beteiligt. An zwei Tagen der vergangenen Woche wurden in Kooperation mit Annika Salzmann vom Landesfischereiverband NRW die heimischen Flusskrebse genauer in Augenschein genommen. Die freundliche Art der Expertin Annika Salzmann im Umgang mit den Schülergruppen schaffte eine spannende Forscheratmosphäre und bot mal wieder Biologie zum Anfassen.
Schützenswerte Tiere und Pflanzen vermuten die Schüler und Schülerinnen heute häufig nur noch im Regenwald oder in der Antarktis. Um die Wahrnehmung der Schüler und Schülerinnen für die schützenswerte Biodiversität vor der Haustür zu schärfen, wurden die Flusskrebse als eine unserer heimischen bedrohten Arten vorgestellt. Die heimischen Edelkrebse sind ein gutes Beispiel, um die Komplexität von Ökosystemen vorzustellen, da die Verringerung der Artenzahl auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Nicht nur die Gewässerverschmutzung sowie der Aus- und Umbau bedrohen den Lebensraum der Flusskrebse, sondern auch die sogenannte „Krebspest“, eine aus Amerika eingeschleppte Pilzerkrankung, die zum massenhaften Aussterben der Flusskrebse geführt hat. Die Einführung amerikanischer Flusskrebsarten, welche die Krebspest übertragen und selbst immun gegen die Krankheit sind, sorgte für eine immer größere Verbreitung der Pilzerkrankung in den heimischen Gewässern.
Ausgerüstet mit Bestimmungsbögen konnten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus Gewässerproben aus dem Schulteich untersuchen und sich der oft verborgenen Welt der Kleinstlebewesen im Wasser nähern. Das Plankton hat als Nahrungsgrundlage nicht nur im Schulteich, sondern ebenso in Fließgewässern, der Heimat der Flusskrebse, eine große Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler waren überrascht angesichts der Vielfalt und Schönheit der sonst verborgenen Lebewesen.
In den zwei spannenden Tagen, die Biologielehrerin Anke Schade organisiert hat, wurden von den Schülern und Schülerinnen mehr als 35 verschiedene Arten gefunden und bestimmt.
Der große Erfolg und das Interesse der Schüler machen bereits Vorfreude auf den Tag der Artenvielfalt im nächsten Jahr!