Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht zum erweiterten gebundenen Ganztag am LAU

 

Zum Schuljahr 2009/2010 wurde am Lau der erweiterte gebundene Ganztag für die neuen Fünftklässler eingeführt. Am Lau ist deshalb an 4 statt an 3 Nachmittagen pro Woche um 15.30 Uhr Schulschluss. Die erweiterte Stundentafel beinhaltet Lernzeitstunden, in denen die „Arbeitsaufträge“ aus den Wochenarbeitsplänen unter der Aufsicht von Lehrern und ggf. mit deren Unterstützung während der Schulzeit bearbeitet werden. Außerdem nimmt jedes Kind an einer 2-stündigen Arbeitsgemeinschaft/Neigungsgruppe teil.

Nach Schulschluss fallen für die Schüler/innen bis auf das Lernen der Vokabeln und bei Bedarf das Üben/Wiederholen vor Klassenarbeiten keine klassischen Hausaufgaben mehr an. Das Thema „Schule“ ist dann für den Tag erledigt.

 

Erfahrungsgemäß gebrauchen die meisten Fünftklässler einige Zeit, bis sie sich an den neuen Schulalltag gewöhnt haben und sich am Lau so richtig wohl fühlen. Die neuen Klassenkameraden, die neuen Lehrer, der Ganztag und die veränderte Freizeit - das sind eine Menge Herausforderungen denen die Kinder gegenüber stehen. Gerade im ersten Schulhalbjahr waren von uns Eltern immer wieder Tage oder auch Phasen bei den Kindern zu beobachten, an denen sie auf besonders viel Aufmerksamkeit, Verständnis und Zuspruch angewiesen waren. Insgesamt kommen die Kinder mit den langen Tagen aber gut klar.

 

Als positiv empfinden die meisten Eltern, dass die Kinder im Ganztag von Anfang an zu Eigenverantwortlichkeit und selbstständigem Lernen angeleitet werden. Die Lernzeiten werden in der Regel von Lehrern beaufsichtigt, sodass den Kindern bei der Aufgabenbearbeitung im Bedarfsfall ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Bei einigen Kindern der 6. und 7. Jahrgangsstufe ist festzustellen, dass sie die Lernzeiten nicht motiviert nutzen und sich deshalb für ein erfolgreiches Lernen zusätzlich auch Zuhause regelmäßig mit den Unterrichtsinhalten auseinandersetzen müssen.

 

In den mittlerweile über fünf Jahren des erweiterten gebundenen Ganztags wurde konsequent an der weiteren Verbesserung des Systems gearbeitet.

So hatten viele Eltern gerade in der Anfangsphase des Ganztags den Eindruck, „nichts mehr von Schule mitzubekommen“, weil mit dem Wegfall der Hausaufgaben für viele Eltern auch der tägliche Einblick in den Unterrichtsstoff und den Lernstand des Kindes fehlt.

 

Mittlerweile können wir Eltern die schulischen Anforderungen über den SchLAUplaner verfolgen.

Hierbei handelt es sich um ein DIN A4 großes Ringbuch, das jeden Tag mit nach Hause genommen werden muss. Im SchLAUplaner werden Wochenpläne archiviert, gestellte Aufgaben von den Kindern auf den Schwierigkeitsgrad hin bewertet und persönliche Lernziele formuliert. Außerdem dient er uns Eltern für Mitteilungen an die Lehrer (z.B. Entschuldigungen) bzw. den Lehrern für allgemeine oder kindbezogene Nachrichten. Durch die wöchentlich fällige Unterschrift von Klassenleitung und Eltern ist gewährleistet, dass alles Wichtige zwischen Schule und Zuhause kommuniziert wird. Wie gut das Hilfsmittel die Kinder und uns Eltern unterstützt, liegt offensichtlich auch am Interesse, das wir Eltern an den Aufzeichnungen im SchLAUplaner zeigen.

 

Auch die räumliche Situation hat sich mit der zwischenzeitlichen Errichtung eines Anbaus an das Schulgebäude deutlich verbessert.

 

Das Mittagessen wird in den 5. und 6. Klassen im Klassenverband im nahegelegenen Bistro 32 eingenommen. Erfreulich ist, dass diejenigen, die ihr Mittagessen von zu Hause mitbringen, ebenso ein gern gesehener Gast sind, wie die Schülerinnen und Schüler, die sich für eines von den täglich drei verschiedenen Gerichten im Bistro entscheiden. Die 5er und 6er werden zu den Mahlzeiten von Lehrern begleitet. Eine Zeit lang wurden die neuen Fünftklässler zu Schuljahresbeginn zusätzlich von einigen erfahrenen Siebtklässlern unterstützt, damit die Neulinge sich schnell im Bistro zurecht finden und in die Geheimnisse eines entspannten Mittagessens eingeweiht werden konnten.

Immer mehr Kinder der Jahrgangsstufe 7 ziehen es vor, ihre Mahlzeit nicht mehr im Bistro einzunehmen. Für die Leistungsfähigkeit am Nachmittag ist es wichtig, dass auch diese Kinder eine vernünftige Mahlzeit von zuhause mitbringen und dann in den von der Schule dafür vorgesehenen Räumlichkeiten zu sich nehmen.

 

Viele Ganztagsschüler/innen sind beim Schulweg auf Bus und Bahn angewiesen. Für einige Fahrschüler sind die Abfahrtszeiten oder Fahrtrouten noch nicht so gut. Mit jedem neuen Schuljahr und der steigenden Anzahl der Fahrschüler/innen steigt jedoch auch die Möglichkeit dies zu optimieren. Engagierte Eltern aus den Zielorten haben die Situation im Visier und stehen im Kontakt mit dem Schulträger und den Busunternehmen, um weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu realisieren.

 

Interessierte Viertklässler und ihre Eltern haben jedes Jahr am Tag der offenen Tür die Gelegenheit, sich über den erweiterten gebundenen Ganztag und die Erfahrungen der Schüler, Lehrer und Eltern zu informieren.

Hierzu stehen am Tag der offenen Tür Ansprechpartner – auch aus den Reihen der Eltern – zur Verfügung.

 

 

 

Die Schulpflegschaft